Prozessauftakt am Landesgericht Wels gegen Arzt wegen Missbrauchsvorwurf in 109 Fällen

Merken
Prozessauftakt am Landesgericht Wels gegen Arzt wegen Missbrauchsvorwurf in 109 Fällen

Wels/Vöcklabruck. In Wels hat am Dienstag der Prozess gegen jenen Arzt aus dem Bezirk Vöcklabruck begonnen, dem vorgeworfen wird, 109 Buben sexuell missbraucht zu haben. Mehrere Verhandlungstage sind vorgesehen.

Seit längerer Zeit sorgt der Fall aufgrund seiner Dimension für besonderes Aufsehen. Dem 56-jährigen Arzt wird vorgeworfen, 109 Buben sexuell missbraucht zu haben. Ein Teil der Opfer ist jünger als 14 Jahre. Am Dienstag startete am Landesgericht in Wels der Prozess gegen den Mediziner. Der Prozess fand unter Covid-19-Maßnahmen statt, unter anderem wird die Verhandlung in einen weiteren Saal übertragen, wo der Prozessverlauf verfolgt werden kann. Alleine von seiten der Staatsanwaltschaft wurde ein kleiner Aktenberg mit den Prozessunterlagen am Dienstag in den Gerichtssaal geschafft. Insgesamt sind derzeit fünf Verhandlungstage angesetzt. Dem Arzt drohen bis zu 15 Jahre Haft sowie eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Ein Urteil wird voraussichtlich für 10. Juni 2020 erwartet.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die am Mittwoch von Gesundheitsminister Rudolf Anschober angekündigte Schließung von Rehakliniken und Kuranstalten wird erst am Wochenende umgesetzt. Das sagte der Minister am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der entsprechende Erlass werde gerade erarbeitet und “ab dem Wochenende gültig sein”. Jene Patienten, die einen akuten Behandlungsbedarf haben, werden aber weiter betreut. Ursprünglich war betreffend des Zeitpunkts der Schließung von Donnerstagmittag die Rede gewesen, diese folgt nun etwas später. Anschober stellte am Donnerstag klar, dass für jene, die es dringend brauchen die Rehabilitationsmaßnahmen weitergehen werden: “Menschen, die einen ganz akuten Betreuungs- und Behandlungsbedarf haben (etwa bei Krebs- oder Schlaganfallpatienten, Anm.) werden weiter betreut.”

Rehakliniken und Kurhäuser schließen doch erst am Wochenende

Bei den Brexit-Verhandlungen sieht es nicht nach einer Einigung auf ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union aus. Die britische Regierung gehe davon aus, dass es keine Einigung geben werde, obwohl es weiterhin möglich sei, ein “grundsätzliches” Abkommen zu erzielen – falls die EU im Herbst nachgebe, schreibt “The Telegraph” unter Berufung auf Regierungskreise. Die stockenden Gespräche blieben in Bezug auf Fischereirechte, die Rolle des Europäischen Gerichtshofs und sogenannte Garantien für gleiche Wettbewerbsbedingungen festgefahren, berichtete die Zeitung. Die britische Regierung gehe davon aus, dass sie nach dem Vollzug des Brexit am 1. Jänner 2021 mit Europa auf Basis und zu Bedingungen der Welthandelsorganisation handeln wird, fügte der Bericht hinzu. Großbritannien hat die EU am 31. Jänner verlassen. Bis zum Ende des Jahres gilt eine Übergangsfrist, in der maßgebliche Regelungen weiter Bestand haben und bis zu deren Ende ein neues Freihandelsabkommen vereinbart werden soll.

Kaum Hoffnungen auf Handelsabkommen Großbritannien-EU

“Ich bin der glücklichste Mann der Welt!” Mit diesem Jubelruf gab Brooklyn Beckham (21) am Samstag via Instagram seine Verlobung mit der US-Schauspielerin Nicola Peltz (25) bekannt. “Ich verspreche, ich werde der beste Ehemann und eines Tages auch der beste Papa sein”, verkündete der älteste Sohn von Modeschöpferin  Victoria (46) und Fußball-IkoneDavid Beckham (45) unter einem Foto, das ihn in zärtlicher Umarmung mit seiner Verlobten zeigt. Die beiden sind seit Ende 2019 ein Paar. Zu den ersten Gratulanten zählte ein prominenter Landsmann des jungen Briten: “Gratuliere, Bruder!” postete Formel 12-Champion Lewis Hamilton. Auch die nächsten Pläne des jungen Paars sind bereits bekannt: Für 2021 haben die beiden gleich zwei Hochzeiten geplant. Brooklyn ist Brite, Nicola Amerikanerin, deswegen wird  eine Feier in England, die zweite in Florida stattfinden. Insider wollen auch schon wissen, in welche Preiskategorie die Feierlichkeiten fallen werden: Angeblich soll der doppelte Hochzeitsspaß 4,5 Millionen Euro kosten. Zum Glück trifft es ja keine Armen: Praktischerweise sind nicht nur die Beckhams ziemlich begütert. Der Vater der Braut, Nelson Peltz, ist Hedgefonds-Milliardär.

Brooklyn Beckham: Verlobung mit 21 Jahren

Die Zahl der Corona-Toten in den USA nimmt weiter dramatisch zu. Aktuell sind 473.093 Infizierte und 17.836 Tote gemeldet. US-Präsident Donald Trump sieht den Höhepunkt der Krise bereits erreicht.

Trump sieht Höhepunkt von Corona in USA erreicht

56 Prozent der Studenten halten ihr Studium für strukturell (eher) schlecht studierbar. Das ist eines der Ergebnisse der am Mittwoch präsentierten Studierenden-Sozialerhebung 2019. Am höchsten ist die Unzufriedenheit in den Lehrverbünden aus Pädagogischen Hochschulen (PH) und Unis sowie an den öffentlichen Unis. Für die rund alle vier Jahre stattfindende Erhebung wurden im Sommersemester 2019 Online-Fragebögen an alle Studenten der diversen Hochschultypen ausgeschickt, rund 48.000 Personen beantworteten die Fragen. Heuer ist die Aussagekraft etwas eingeschränkt – aufgrund der Corona-Pandemie sind vor allem die Daten zur Erwerbstätigkeit und finanziellen Lage überholt, wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) vor Journalisten betonte. Mit der “strukturellen Studierbarkeit” eines Studiums sind jene Aspekte gemeint, die im Gestaltungsbereich der Hochschulen liegen – etwa die Vermeidung von Hürden im System durch Verzögerungen von Anrechnungen, Überschneidungen von Lehrveranstaltungen, die Prüfungsdichte und Planbarkeit des Studiums (z.B. rechtzeitige Bekanntgabe von Terminen), aber auch der Studienplan. Als (sehr) gut studierbar bewerteten die Studenten an berufsbegleitenden Fachhochschul-Studiengängen (72 Prozent), Privatunis (69 Prozent) und Vollzeit-FH-Studiengängen (61 Prozent) ihr Studium. Zum Vergleich: An öffentlichen Unis sind es 39 Prozent, an PH 53 Prozent. Betrachtet man nur die öffentlichen Universitäten, gibt es die besten Einschätzungen für das Medizinstudium. Mehr als 90 Prozent der Studenten sind etwa der Ansicht, dass dieses in Mindeststudienzeit zu bewältigen ist. Auf Werte von über 70 Prozent kommen auch unter anderem die Künste, die Sozialwissenschaften sowie Veterinärmedizin, Land- und Forstwirtschaft. Demgegenüber halten nicht einmal zehn Prozent der Pharmazie – und nur rund ein Drittel der Jusstudenten ihr Studium für in Mindestzeit schaffbar. 2019 waren knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Studenten in irgendeiner Form erwerbstätig – das ist ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber 2015. Praktisch unverändert blieb dagegen die Zahl der Vollzeit-Erwerbstätigen (elf Prozent) sowie die Zahl derjenigen, die sich als “in erster Linie erwerbstätig und nebenbei studierend” sehen (22 Prozent). Hauptmotiv des Anstiegs ist laut Erhebung aber nicht die absolute finanzielle Notwendigkeit gewesen, sondern der Wunsch, sich mehr leisten zu können, so Faßmann. Dementsprechend ist auch der Anteil der Studierenden, die von finanziellen Schwierigkeiten berichten, gegenüber 2015 etwas gesunken (von 26 auf 22 Prozent). Studienleiter Martin Unger vom Institut für Höhere Studien (IHS) bezeichnete die Erwerbstätigkeit der Studierenden als “extrem heterogen”: “Das reicht vom Babysitten für die Nachbarn bis zum Vollzeitjob.” Zum Teil arbeiteten sie auch in höherem Ausmaß als nötig: “Viele wollen etwa im fachnahen Bereich tätig sei, um ihre späteren Jobchancen zu verbessern. Diese fachnahen Jobs gibt es aber meist nicht im geringfügigen Bereich.” Problem dann oft: “Wenn sie dann dort eine Halbtagsstelle haben, verdienen sie zwar mehr als sie brauchen, die Zeit fehlt ihnen dann aber fürs Studium.” Gegenüber 2015 real weitgehend unverändert geblieben ist das Budget der Studenten: Im Schnitt kommen sie (inklusive Naturalleistungen wie von Eltern bezahlte Rechnungen oder Miete) auf 1.200 Euro pro Monat, wobei es aber starke Schwankungen gibt. Ein Viertel der Studenten hat weniger als 790 Euro zur Verfügung, zehn Prozent mehr als 2.000 Euro. Großes Problem sind die Wohnkosten: Seit 2015 sind sie nominell um 14 Prozent und real um sieben Prozent gestiegen, seit 2011 sogar nominell um 27 Prozent bzw. real um elf Prozent. Dementsprechend leben heute auch weniger in Einzel- und Partnerhaushalten und mehr in Wohngemeinschaften. Relativ stabil sind dagegen die Residenten im “Hotel Mama” bzw. in Studentenwohnheimen.

56 Prozent halten ihr Studium für schlecht studierbar

Mit dem Ende der Pfingstferien fällt an den Schulen am Mittwoch die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Gleichzeitig kehren rund 300.000 Schüler an den Polytechnischen Schulen, Berufsschulen, AHS-Oberstufen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) nach den coronabedingten Schließungen in ihre Klassen zurück. Nach wie vor aufrecht bleiben die neuen Stundenpläne, der “Schichtbetrieb” und die Abstandsregeln an den Schulen. Turnunterricht wird auf freiwilliger Basis möglich, Singen im Unterricht ist wieder erlaubt. Mit den Klausuren in Spanisch, Italienisch sowie den Minderheitensprachen Kroatisch und Ungarisch in die letzte Phase geht am Mittwoch außerdem die heurige Zentralmatura, endgültig abgeschlossen wird am Donnerstag mit Slowenisch.

Maskenpflicht an Schulen fällt, Oberstufen kehren zurück