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Als Reaktion auf die Rassismus-Debatte in den USA hat die Oscar-Academy die Entwicklung neuer Kriterien zur Oscar-Nominierung angekündigt. Eine neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe werde neue “Repräsentations- und Inklusionsstandards” erarbeiten, deren Erfüllung künftig Voraussetzung für eine Oscar-Nominierung sei, teilte die Academy am Freitag mit. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Oscars diverser zu machen. Bereits seit Jahren beklagen Kritiker unterschwelligen Rassismus bei der Oscar-Vergabe. Die diesjährige Oscar-Verleihung sei nicht von den neuen Regeln betroffen, teilte die Academy mit. Zur den Details der neuen Kriterien äußerte sich das Gremium nicht. Ziel sei es jedoch, dass “gerechte Einstellungspraktiken und Diversität vor und hinter der Kamera” zu fördern. Die Academy kündigte ferner eine Veranstaltungsreihe mit Diskussionsrunden zum Thema Diversität an. Demnach soll es unter anderem eine Talk-Runde mit dem Vorstandsmitglied Whoopi Goldberg zur “nachhaltigen Wirkung rassistischer Sprachbilder und gefährlicher Stereotype in Hollywood-Filmen” geben. Die Academy-Mitglieder einigten sich überdies darauf, dass es künftig in der Preiskategorie Bester Film grundsätzlich mindestens zehn Nominierungen geben müsse. Bisher schwankte die Zahl der Nominierten jährlich zwischen fünf und zehn Filmen. Unklar blieb, wann die Oscar-Verleihung im kommenden Jahr stattfinden soll. Berichten zufolge soll der ursprünglich geplante Termin am 28. Februar wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Oscar-Academy will Kriterien für mehr Diversität

Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) erwartet rund 500.000 Arbeitslose bis Ende des Jahres. Im Oktober waren rund 424.00 Personen in Österreich ohne Job. Die Coronakrise inklusive zweitem Lockdown und die traditionelle höhere Winterarbeitslosigkeit – etwa am Bau – lassen die Zahlen weiter steigen.Die krisenbedingte Arbeitslosigkeit im November und Dezember werde im Vergleich zu Ende Oktober um 20.000 auf 90.000 steigen, sagte Aschbacher am Montag in Wien. Die Arbeitsministerin besprach zuvor am Montagvormittag die aktuelle Arbeitsmarktlage mit IHS-Direktor Martin Kocher und Wifo-Chef Christoph Badelt. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hatte vergangenen Freitag seine Wirtschaftsprognose gesenkt. Die Wirtschaftsforscher gehen für 2020 nun von 7,7 Prozent BIP-Einbruch aus, statt der noch im Oktober angenommenen 6,8 Prozent Minus. Und 2021 dürfte die Wirtschaftsleistung nur um 2,8 statt 4,4 Prozent wachsen. Die Arbeitslosenrate soll 2020 im Schnitt bei 9,9 Prozent liegen und 2021 nur leicht auf 9,7 Prozent sinken. Zum Vergleich: Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag Ende Oktober bei 8,7 Prozent, ein Anstieg von 1,7 Prozentpunkten gegenüber dem Oktober 2019. Ansteckungen reduzieren Die Prognosen seien “keine Überraschung”, sagte die Politikerin vor Journalisten in Wien. “Das nächste Jahr wird schwieriger und herausfordernder.” Man habe aber eine “breit gefüllten arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkoffer” – etwa Kurzarbeit, Joboffensive inklusive “Corona-Arbeitsstiftung”, Neustart-Bonus und Lehrlingsprämie, so Aschbacher. Die Arbeitsministerin, IHS-Direktor Kocher und Wifo-Chef Badelt waren sich einig, dass ein Sinken der Corona-Neuinfektionszahlen höchste Priorität für die heimische Wirtschaft hat. “Die wichtigste Determinante für die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und am Arbeitsmarkt ist die Verbesserung der gesundheitlichen Lage und eine Reduktion der Infektionszahlen“, sagte Badelt. “Im Augenblick ist das Herunterbringen der Infektionszahlen das Allerwichtigste.” Wenn der aktuelle Lockdown wirke, dann werde dies auch positive Auswirkungen auf den Wintertourismus Anfang 2021 haben und die Arbeitsmarktsituation “etwas entspannen”, so der Wifo-Chef. Sorge um Langzeitarbeitslose Badelt macht zudem die Zahl der Langzeitarbeitslosen Sorgen. Diese seien auch bei der allgemeinen Arbeitsmarkterholung im Sommer “immer oben geblieben”. In diesem Bereich müsse es längerfristige Maßnahmen geben. Auch für IHS-Direktor Kocher ist die Lage am Arbeitsmarkt aufgrund der Coronakrise “weiterhin schwierig”. Ob in einem Monat – etwa im Jänner 2021 – die Arbeitslosenzahlen “besonders hoch” steigen, sei “nicht so entscheidend”. Zentral sei die Verbesserung der Corona-Infektionslage, denn dann werde man “möglichst gut, am Arbeitsmarkt aus der Krise kommen.” Für Kocher sind die aktuellen Arbeitsmarktmaßnahmen – etwa Kurzarbeit, Arbeitsstiftung, Lehrlingsförderung – “ein sehr guter Mix”.Ohne diese Maßnahmen würde es eine “viel, viel höhere Arbeitslosigkeit” geben. Badelt und Kocher warnten die Politik davor, coronabedingte Schulschließungen auf die leichte Schulter zu nehmen. “Die mögliche Schließung von Schulen muss man sich sehr gut überlegen”, so IHS-Direktor Kocher. Dies sei mit “sehr hohen Kosten für viele verbunden”. Für Badelt sind Schulschließungen “ein ziemlicher Schlag” für Frauen. Die Doppelbelastung aus Kinderbetreuung und Job wirke sich negativ auf die Produktivität aus. Die Arbeitsministerin hatte vergangenen Samstag angekündigt, ältere und Langzeit-Arbeitslose als Corona-“Contact Tracer” an die Bundesländer zu vermitteln. Es gebe regionalen Bedarf an hunderten Arbeitskräften, sagte Aschbacher am Montag auf Nachfrage. Die Ministerin appellierte an die betroffenen Stellen den Bedarf an “Contact Tracern” beim Arbeitsmarktservice (AMS) einzumelden, damit so schnell wie möglich mit der Vermittlung begonnen werden könne.

Arbeitslosigkeit: 500.000-Marke könnte bis Ende des Jahres erreicht werden

Ein riesiges prähistorisches Monument haben britische und österreichische Archäologen in der Nähe von Stonehenge entdeckt. Mindestens 20 Schächte mit einem Durchmesser von bis zu zehn Metern und einer Tiefe von bis zu fünf Metern wurden ausfindig gemacht, die Durrington Walls, eines des größten Monumente der Region, kreisförmig umgaben, berichten die Forscher im Fachjournal “Internet Archaeology”. Die im Rahmen des internationalen “Stonehenge Hidden Landscape Project” entdeckten Schächte bilden einen Ring von rund zwei Kilometer Durchmesser, in dessen Zentrum die als “Super-Henge” bezeichnete große Anlage von Durrington Walls und der bekannte Holzpfosten-Kreis Woodhenge liegen. Eine C-14-Datierung von Bohrkernen aus den Schächten lassen darauf schließen, dass diese vor rund 4.500 Jahren ausgehoben wurden. Die Archäologen vermuten, dass die Löcher eine Grenze markiert haben: Möglicherweise sollten dadurch nicht Befugte gewarnt werden, das rituelle Gebiet zu betreten, oder Menschen mit Pfahlreihen zu den religiösen Stätten im Zentrum des Kreises geführt werden, heißt es seitens der University of Bradford. Die ringförmig angelegten riesigen Schächte seien in Kombination mit dem Super-Henge von Durrington Walls “eines der größten und komplexesten steinzeitlichen Monumente, die bisher entdeckt wurden”, erklärte Wolfgang Neubauer vom Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) in Wien im Gespräch mit der APA. Von 2010 bis 2016 haben die Wissenschafter um Neubauer mit Kollegen der Universitäten Birmingham und Bradford ein mehr als 16 Quadratkilometer großes Gebiet rund um Stonehenge Meter für Meter mit Bodenradar und Magnetometer erkundet. Diese geophysikalischen Methoden liefern u.a. detailreiche 3D-Bilder von im Boden verborgenen Strukturen, wie Gräbern, Anlagen oder Gebäuden. So wurden im Laufe der Jahre etliche bisher unbekannte Monumente und “Henges” entdeckt. Mit diesem Begriff werden steinzeitliche Anlagen bezeichnet, die aus einem runden oder ovalen Erdwall und einem innen liegenden Graben bestanden. Auf der Fläche im Inneren standen oft kreisförmig angeordnete Steine oder Holzpfosten. Die wohl bekannteste derartige Anlage ist Stonehenge, dessen Graben und Wall einen Durchmesser von 110 Metern hat. Deutlich größer und auch älter ist das rund drei Kilometer nordöstlich von Stonehenge gelegene Durrington Walls mit einem Durchmesser von 500 Metern. Die Anlage besteht aus einem 1,5 Kilometer langen, 30 Meter breiten und bis zu drei Meter hohen Wall und einem innenliegenden, knapp 18 Meter breiten Graben. Vor fünf Jahren wiesen Neubauer und sein Team nach, dass die Anlage von Durrington Walls teilweise von zumindest 200 massiven Holzpfosten umgeben war. Allerdings sind nur mehr die Gruben zu erkennen, in denen sie aufgestellt waren. Erste Hinweise auf die nun nachgewiesenen Schächte gab es schon bei früheren Grabungen, sie wurden allerdings noch völlig anders interpretiert, etwa als natürliche Auswaschungen oder Überreste von Bergbau, berichtete Neubauer. “Erst als durch die geophysikalischen Untersuchungen ein größeres Bild entstand, konnten wir die Punkte zusammenfügen und sehen, dass es ein Muster in großem Maßstab gab”, so Projektleiter Vince Gaffney von der Universität Bradford. Im Zuge der Prospektion des Gebiets rund um Stonehenge seien mehr als 200.000 Gruben nachgewiesen worden. Es sei gar nicht so einfach gewesen herauszufinden, ob diese natürlichen Ursprungs waren oder von Menschen etwa für Gräber oder als Speichergruben geschaffen wurden, erinnerte sich Neubauer an die Arbeit der vergangenen Jahre. Als sich dann die Anordnung der Löcher in der Landschaft zeigte, es klar war, wie tief sie tatsächlich waren, und das Alter ihrer Entstehung feststand, “war es logisch, dass die Schächte nur gemeinsam mit dem Super-Henge von Durrington Walls Sinn machen”, so Neubauer. Insgesamt wurden 20 Schächte nachgewiesen, die Forscher gehen aber davon aus, dass es ursprünglich deutlich mehr waren. Speziell im östlichen Teil des Kreises fehlen Nachweise, weil dieses Gebiet bereits mit modernen Siedlungen überbaut wurde. Laut Neubauer gibt es derzeit noch keine Hinweise, ob in den Schächten irgendetwas gestanden hat bzw. darin rituelle Handlungen wie Opfer oder Feuer vorgenommen wurden. “Die Gegend um Stonehenge gehört zu den am besten erforschten archäologischen Landschaften der Erde, und es ist bemerkenswert, dass die Anwendung neuer Technologien immer noch zur Entdeckung einer solch gewaltigen prähistorischen Struktur führen kann, die deutlich größer ist als jedes vergleichbare prähistorische Monument, das wir zumindest in Großbritannien kennen”, so Gaffney. Die Distanz von knapp einem Kilometer zwischen Durrington Walls und den Schächten dürfte nicht zufällig gewählt worden sein. Genau in dieser Entfernung und damit auf dem Kreis, den die Löcher bilden, liegt ein noch älteres prähistorisches Monument: das “Larkhill Causewayed Enclosure”, die den britischen Archäologen zufolge mehr als 1.500 Jahre vor dem Henge in Durrington errichtet wurde. “Es ist faszinierend, wie unsere großflächige nicht-invasive Erkundung des Untergrunds der gesamten Landschaft rund um Stonehenge unser Bild des weltbekannten Monuments der Steinzeit verändert”, so Neubauer. Stonehenge sei einzigartig, weil es aus Stein gebaut wurde, bis heute erhalten geblieben ist und es der einzige Steinkreis ist, dessen Steine bearbeitet und miteinander verzapft wurden. In der historischen Einordnung befinde sich Stonehenge allerdings am Ende jener Zeit, in denen in dieser rituellen Landschaft Monumente gebaut wurden, sagte der Archäologe. Über das genaue Alter von Stonehenge wird noch heftig diskutiert, der Steinkreis dürfte vor 4.600 bis 4.200 Jahren errichtet worden sein. Der Super-Henge von Durrington Wall und die neu entdeckten Schächte sind dagegen vor rund 4.600 bis 4.400 Jahren entstanden.

Archäologen entdeckten Steinzeit-Monument nahe Stonehenge

Schulstart in OÖ, Kärnten, Salzburg, steiermark, Tirol und Vorarlberg heisst auch Schulstart in Wels. Zahlreiche Erstklässler haben heute ihren ersten Schultag.

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Die Corona-Bekämpfungsmaßnahmen haben die heimische Wirtschaftsleistung massiv beeinträchtigt. Laut EU-Statistikamt Eurostat sank das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals 2020 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal (saison- und arbeitstagsbereinigt). Firmen beurteilen die Lage weiterhin ungünstig, erhob das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Die Erwartungsindikatoren besserten sich jedoch.

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