Corona-Virus - Ausreichende Kapazitäten in Wels

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„Coronavirus – Erstes Wiener Spital überfüllt“ so titelte bereits vor zwei Wochen eine österreichische Tageszeitung. Und gerade im Herbst rechnet man mit einem weiteren Anstieg bei den Infektionen. Wie man sich in Wels darauf vorbereitet? Und wie ein Virologe die aktuelle Lage einschätzt? Mehr im folgenden Bericht.

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Während die Zahl der Covid-19-Infektionen sinkt, denkt die Lombardei an die “Phase 2” im Kampf gegen die Pandemie – die Wiederaufnahme der produktiven Tätigkeiten und die Lockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai. “Wir sind in einer positiven Phase. Wir bereiten uns auf eine Wiederöffnung vor”, sagte der Gesundheitsbeauftragte der italienischen Region, Giulio Gallera, dem TV-Sender “SkyTg24”. “Die Lage in der Lombardei ist heute wesentlich besser. Die Zahl der neuen Infizierten und der Patienten auf der Intensivstation ist rückläufig”, erklärte Gallera. Jetzt sei es wichtig, die Zahl der neuen Infektionen in Mailand zu drücken, wo weiterhin ein Zuwachs gemeldet wurde. Die Gesundheitsberufe zahlen in Italien einen hohen Preis für ihren Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Weitere sechs Ärzte sind zuletzt der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Epidemie am 20. Februar gestorbenen Ärzte auf 115, berichtete die italienische Ärztekammer. Hinzu starben acht Apotheker.

Lombardei denkt an Start der "Phase 2" im Mai

Der Nationalrat hat die Novelle zum Epidemiegesetz beschlossen, mittels derer die Polizei auch Krankheitssymptome erheben darf. Allerdings droht ein Veto des Bundesrats, da die Oppositionsparteien die Vorlage vehement ablehnten. Sicherheitsbehörden sollen allfällige Erkrankungssymptome abfragen dürfen, jedoch nur nach Ersuchen der zuständigen Gesundheitsbehörden und wenn “dringend erforderlich”. Von “Huschpfusch” sprach etwa SPÖ-Gesundheitssprecher Philipp Kucher. Es könne nicht sein, dass die Tätigkeiten der Gesundheitsbehörden der Polizei überantwortet werden. Ganz ähnlich der freiheitliche Abgeordnete Gerhard Kaniak. Es gebe kaum sensiblere Daten als Gesundheitsdaten und die gehörten nicht ins Innenministerium, dessen Chef die Österreicher ohnehin bis in ihre Wohnungen bespitzeln wolle. Besonders herb bewertete NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker die Vorlage, nämlich als “legistischen Schrott”. Es sei auch nicht der Job des Polizisten, Menschen zu ihrem Befinden zu befragen. Mit wenig Verständnis reagierten die Grünen und die ÖVP auf diese Kritik. Grünen-Mandatar Ralph Schallmeiner wies darauf hin, dass es sich ja lediglich um ein Angebot für Länder handle, deren Gesundheitsbehörden mit der Verfolgung von Corona-Patienten nicht so schnell zu Rande käme. Daher sei es auch ein Auftrag an die jeweiligen Behörden Kapazitäten aufzubauen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte, er schätze es sehr, wenn Wiens Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) sage, er brauche die Hilfe der Exekutive nicht. Das sei legitim. Die Möglichkeit dafür sollte aber bestehen. Der ÖVP-Abgeordnete Klaus Fürlinger meinte in Richtung Opposition, dass man all deren Bedenken eingearbeitet habe. Dazu zählt auch eine zeitliche Befristung der Regelung, nämlich bis Mitte kommenden Jahres. Die Neuregelung der Befugnisse der Exekutive beinhaltet drei Aufgaben: Die Erhebung von Identitätsdaten (Namen, Wohnsitz), die Erfragung allfälliger Krankheitssymptome und die Erhebung von Kontaktdaten von kranken, krankheitsverdächtigen oder ansteckungsverdächtigen Personen. Gestattet werden dabei auch Abfragen aus dem Zentralen Melderegister. Diese Daten müssen allerdings nach Übermittlung an die Gesundheitsbehörden unverzüglich gelöscht werden. Eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist nicht zulässig. Zudem beschloss der Nationalrat als erste Etappe der BVT-Reform mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und Grünen die Vertrauenswürdigkeitsprüfung für BVT-Mitarbeiter. Ein gemeinsamer Abänderungsantrag von SPÖ, FPÖ und NEOS, der eine Einbindung des Hauptausschusses des Parlaments vorsieht, fand hingegen keine Mehrheit. NEOS-Abgeordnete Stephanie Krisper hatte daher zuvor ein Veto im Bundesrat in den Raum gestellt. Gegen die Stimmen der FPÖ wurde ein Entschließungsantrag gegen das jährliche Kroatentreffen am Loibacher Feld bei Bleiburg verabschiedet. Demnach wird der Innenminister aufgefordert, die rechtlichen Möglichkeiten bezüglich einer künftigen Untersagung zu prüfen. Für die FPÖ begründete Mandatar Hannes Amesbauer die Ablehnung des Entschließungsantrags damit, dass die Versammlungsfreiheit sowie die Meinungsfreiheit ein “hohes Gut” in einer Demokratie sei. Einstimmig wurde ein Entschließungsantrag von NEOS und SPÖ angenommen, um die Verordnung verbotener Symbole hinsichtlich der Symbole der Ustascha-Gruppierung zu evaluieren. Der Nationalrat verabschiedete sich am Donnerstagabend in die Sommerpause – zumindest was seine Plenarsitzungen angeht. Denn kommende Woche tagt noch zwei Mal der Untersuchungsausschuss zur Ibiza- und zur Casino-Affäre. Dazu gibt es zwei Sitzungen des Bundesrats. Planmäßig zusammentreten wird der Nationalrat erst wieder am 23. September. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die Pause deutlich verkürzt wird. Denn nicht umsonst tagen Gesundheits- und Innenausschuss in Permanenz, werden also nicht wie der sonstige parlamentarische Betrieb bis 9. September unterbrochen. So ist durchaus zu erwarten, dass es zu Sondersitzungen kommt, in denen Coronagesetze beschlossen werden. Beispielsweise liegt schon jetzt ein Antrag im Gesundheitsausschuss, der es auch Ländern und Bezirksverwaltungsbehörden formal ermöglichen wird, Geschäfte und Arbeitsstätten wegen der Pandemie zu schließen. Er wurde mit einer Fristsetzung zur Behandlung im Gesundheitsausschuss bis 13. Juli versehen. Am dritten und letzten Tag des Parlamentskehraus waren vor allem Rechnungshof-Berichte und unverbindliche Entschließungsanträge beraten worden. Zustimmung erhielt dabei eine gemeinsame Initiative von NEOS und Koalition, die zum Ziel hat, dass Lebenspartner in der Coronakrise unabhängig vom Herkunftsland einreisen dürfen, auch wenn sie weder verheiratet noch verpartnert sind. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sprach am Ende der Sitzung in einer Botschaft an die Abgeordneten von einem ungewöhnlichen und herausfordernden ersten Halbjahr. Alle hätten dabei einen Beitrag geleistet und gezeigt, dass Parlamentarismus unverzichtbar sei und dass die Rechtsstaatlichkeit zu keinem Zeitpunkt aufgegeben worden sei. Gleichzeitig drückte Sobotka seine Hoffnung aus, dass das Parlament im Herbst wieder zur normalen Arbeitsweise zurückkehren könne. Das Vorhaben, schon in dieser Woche wieder die übliche Sitzordnung zu etablieren, war angesichts wieder steigender Corona-Zahlen verworfen worden. Auch in den vergangenen drei Tagen saßen damit einige Abgeordnete statt auf ihren normalen Plätzen auf der Besucher-Galerie.

Nationalrat beschließt Polizeibefugnisse bei Coronafragen

Öffentliche Verkehrsmittel, damit sollen wir fahren um die Umwelt zu schonen. Dennoch werden Züge,Busse und Strassenbahnen von Jahr zu Jahr teurer. So wie der Bus der oberösterreichischen Verkehrsbahnen. Jedes Jahr pünktlich zum 01.Jänner wird das Ticket um 10 Cent teurer. Nun bezahlt man für eine knapp 10 Kilometer lange Strecke 2,60€. Pünktlichkeit ist nicht zu erwarten, dafür ein masslos überfüllter Bus.

Öffis werden immer teurer

Laut Medienberichten plant Großbritannien die Einführung einer zweiwöchigen Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland. Von der Maßnahme ausgenommen werden sollen lediglich Menschen, die aus dem Nachbarland Irland ins Vereinigte Königreich kommen, so “The Times“.

Großbritannien plant Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland

Das Journalismus-Team empfängt und interviewt ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek, ein spanneder Tag für alle 3. und 4. Klassen, die dabei sein durften.

ORF Moderator in der HAK 1

Das Coronavirus hat am Höhepunkt seiner Ausbreitung in Österreich zu einer leichten Übersterblichkeit in der Altersgruppe ab 65 Jahren geführt. In den Kalenderwochen 12, 14, 15 und 16 lag die Zahl der Todesfälle etwas außerhalb der erwarteten Bandbreite, errechnete die Landesstatistik Wien (MA 23). “Österreich ist aber bisher gut durch die Krise gekommen”, sagte MA-23-Chef Klemens Himpele zur APA. In der Kalenderwoche 15 (6. bis 12. April 2020) hatte es in Österreich 1.545 Todesfälle in der Altersgruppe “65 plus” gegeben. Die erwartete Bandbreite wurde jedoch mit 1.272 bis 1.462 Toten errechnet, zeigen die Daten der Landesstatistik Wien. Damit lag die Zahl der Todesfälle in der Altersgruppe ab 65 Jahren um 83 über dem Prognoseintervall. In einer Prozentzahl lässt sich die Übersterblichkeit in Österreich insgesamt nicht festmachen, sagte Himpele auf Nachfrage. Die Todeszahlen schwanken historisch in den einzelnen Kalenderwochen und Jahren “extrem stark”, erläuterte der Experte. Auch in der Kalenderwoche 5 (27. Jänner bis 2. Februar) – also vor dem Bekanntwerden der ersten Covid-19-Fälle in Österreich – gab es nach den Daten der MA 23 eine leichte Übersterblichkeit in Österreich. “Ich nehme an, dass das die Grippe ist”, sagte Himpele. Bei der Übersterblichkeit rund um die Kalenderwoche 15 sei es jedenfalls “naheliegend”, dass diese auf das Coronavirus zurückzuführen ist, da das “die Hochphase von Covid-19” in Österreich war, so der Experte. Die Entwicklung in Österreich ist vor allem auf die Zahlen in Tirol und der Steiermark, wo es Übersterblichkeit in mehreren Kalenderwochen gab, sowie auf Niederösterreich (Übersterblichkeit in KW 15) zurückzuführen. Es “ist wenig überraschend”, dass Tirol am stärksten betroffen war, sagte Himpele. Insgesamt sei aber “alles nicht dramatisch”. In den anderen Bundesländern war die Entwicklung der wöchentlichen Todesfälle in der Altersgruppe ab 65 Jahren unauffällig. Bereits Mitte Mai hatte die MA 23 für Wien errechnet, dass es in der Bundeshauptstadt keine Übersterblichkeit während der Corona-Pandemie gab. Nun erhoben die Landesstatistiker die Daten für alle Bundesländer und verfeinerten die Prognosen unter Einbeziehung der Lebenserwartung. Die Wiener Experten haben sich auch die Sterbezahlen anderer europäischen Metropolen angesehen. Die Art und Qualität der Daten erlaube keine Analyse auf Über- und Untersterblichkeit mit einem Prognoseband, “wie wir sie für Österreich durchgeführt haben”, erläuterte Himpele. Dennoch seien in manchen Städten heuer starke Abweichungen der Todeszahlen nach oben zu sehen, zum Beispiel in Stockholm, Brüssel oder Paris. In Brüssel ist die Übersterblichkeit “brutal”, sagte Himpele. In Paris sei auch bei den jungen Menschen ein deutlicher Ausschlag nach oben zu sehen. In anderen Städten – wie in Berlin, Oslo und Wien – läuft die Todeszahlkurve 2020 unauffällig. Es gebe kaum nationale oder überregionale Muster, betonte Himpele. Sowohl in Nord- als auch Südeuropa finden sich Städte mit auffälligen und unauffälligen Todeszahlen. “Besonders deutlich wird das beim Vergleich von Mailand und Rom”, hob der Leiter der MA 23 hervor. Während in der Hauptstadt der Lombardei die Todeszahlen 2020 aufgrund von Covid-19 in die Höhe geschossen sind, ist die Statistik in Rom unauffällig. In den eigenen Analysen der Landesstatistik Wien sind alle Todesfälle von Personen mit Wohnsitz in einem österreichischen Bundesland erfasst, die im Inland verstorben sind und von der Statistik Austria aus dem Zentralen Personenstandsregister (ZPR) übernommen wurden. Es handelt sich um vorläufige Daten. Die Todesfälle der zwei aktuellsten Wochen sind noch nicht vollständig erhoben und werden von der Statistik Austria geschätzt.

Leichte Übersterblichkeit in Österreich durch Coronavirus