Jahresrückblick 2020 - Coronavirus

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Corona. Was zu Jahresbeginn harmlos begonnen hat, führte zum mittlerweile dritten Lockdown in ganz Österreich. Wir haben das Jahr zusammengefasst.

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In den beiden Monaten März und April 2020 sind in Österreich laut Statistik Austria 588 Personen an Covid-19 gestorben. Das waren etwa vier Prozent der Todesfälle. Ab dem Alter von 65 Jahren erhöhte sich der Anteil dieser Todesursache stark. Am höchsten – mit 8,7 Prozent – war der Anteil von Covid-19 an der Mortalität in Tirol. Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas wurde am Donnerstag so zitiert: “Mit Ausbruch der Covid-19-Krise Mitte März ist die Sterblichkeit in Österreich spürbar angestiegen. Der Höhepunkt wurde in der ersten April-Hälfte erreicht mit rund 16 Prozent mehr Sterbefällen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Danach ist die Sterblichkeit wieder auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen. Insgesamt lag sie in den Monaten März und April somit nur um ein Prozent höher als in den Jahren zuvor. Betroffen waren zumeist ältere Personen mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz- oder Nierenerkrankungen.” Die Zahlen im Detail: Zwischen dem 1. März und 30. April 2020 verstarben in Österreich 15.107 Personen. Bei 588 Sterbefällen wurde Covid-19 als zugrunde liegende Todesursache angegeben, das waren 3,9 Prozent aller Todesfälle. In der Altersgruppe der unter 60-Jährigen war der Anteil der nach einer SARS-CoV-2-Infektion und Krankheit Verstorbenen mit 1,4 Prozent nur sehr klein (60 bis 64 Jahre: 1,9 Prozent). Schon bei den 65- bis 69-Jährigen waren es 4,3 Prozent (70 bis 74-Jährige: 4,4 Prozent; 75- bis 79-Jährige: 4,5 Prozent; über 80-Jährige: 4,2 Prozent). “Ischgl” und die Folgen: In Tirol betrug der Anteil der Covid-19-Opfer 8,7 Prozent an allen Verstorbenen und stellte damit die Spitze in Österreich dar. In der Steiermark waren es 5,4 Prozent, in Wien fünf Prozent. Dann kamen Salzburg (vier Prozent), Vorarlberg (3,3 Prozent), Niederösterreich (2,8 Prozent) und Oberösterreich (zwei Prozent). In Kärnten (1,2 Prozent) und im Burgenland (1,1 Prozent) wirkte sich die SARS-CoV-2-Pandemie offenbar kaum auf die Sterbeursachen aus. Berücksichtige man die unterschiedliche Anzahl älterer Menschen in der Bevölkerung der einzelnen Jahre, zeige sich, dass die Sterblichkeit insgesamt – d. h., die altersstandardisierte Sterberate – im März und April 2020 nur um ein Prozent höher war als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Im März bzw. April 2020 lag damit die Sterblichkeit (mit einem Wert von 167,1 auf 100.000 Personen) zwar etwas über dem Jahr 2019 (mit einem Wert von 162,4 auf 100.000 Personen), aber dennoch unter den Werten der Jahre 2015 und 2018 (177,0 bzw. 170,2 auf 100.000 Personen). Die Sterblichkeit aufgrund von Covid-19 (6,5 auf 100.000 Personen) war in der Periode März/April 2020 höher als die Sterblichkeit durch chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes. Covid-19- Sterbefälle betrafen häufiger Männer (55,1 Prozent) als Frauen. Erwartungsgemäß trat der Tod bei der überwiegende Mehrzahl der an der Infektion verstorbenen Personen in einer Krankenanstalt (rund 86 Prozent) ein. Verstorbene aufgrund von Covid-19 wiesen etwas mehr zusätzliche Krankheiten auf (durchschnittlich 4,8 Angaben auf dem Totenschein) als Personen ohne SARS-CoV-2-Infektion. Die häufigste Begleiterkrankung bei Covid-19-Sterbefällen ab dem 65. Lebensjahr war Bluthochdruck. Ein Fünftel hatte zusätzlich eine Nierenerkrankung und/oder Diabetes und/oder eine ischämische Herzkrankheit. Bei 17 Prozent der Pandemie-Opfer wurde zusätzlich eine Demenzerkrankung auf dem Totenschein vermerkt, bei etwas über zehn Prozent eine chronische Atemwegserkrankung und bei etwas weniger als zehn Prozent eine Krebserkrankung.

Vier Prozent der Sterbefälle durch Covid-19

Die Faschingsgilde Marchtrenk lädt zu den Faschingssitzungen. Mit Reisebegleitern, Indianern, Boris Johnson und Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Malau 2020 - der erste Abend

Pünktlich zum 7. Geburtstag des Museum Angerlehner findet die Herbstausstellung mit gleich 3 Künstlern statt. Kunst von Mario Dalpra, Martin Praska und Monika Kus-Picco.

7 Jahre Museum Angerlehner

Pandemien durch krankmachende Viren, die eigentlich von Tieren stammen, können laut einer neuen Studie in Zukunft häufiger auftreten. Verantwortlich dafür ist demnach der Mensch selbst, der durch die Jagd auf wilde Tiere, den Handel mit ihnen und die zunehmende Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume die Tiere zu immer größerer Nähe zum Menschen zwingt. Je enger der Kontakt wird, desto größer wird auch die Gefahr, dass Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen überspringen. Rund 70 Prozent der menschlichen Krankheitserreger sind zoonotisch, das bedeutet, sie machen wie im Fall des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 an einem Punkt den Sprung – “Spillover”- vom Tier zum Menschen.

Neue Studie: Der Mensch ist für Verbreitung neuer Viren verantwortlich

Die Ausnahmebestimmungen für sogenannte Covid-19-Risikogruppen werden bis Ende März 2021 verlängert. Das gaben Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Montag bekannt. Die Verlängerung war notwendig geworden, weil die bisher geltende Verordnung mit Jahresende ausläuft. Für Erwerbstätige, die einer gesundheitlichen Risikogruppe angehören, gilt damit weiterhin ein besonderer Schutz am Arbeitsplatz. Sind Homeoffice oder andere Schutzmaßnahmen nicht möglich, kann der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin bezahlt freigestellt werden. Voraussetzung ist weiterhin die Vorlage eines Risikoattests, das vom Arzt ausgestellt wird. Im Frühjahr 2021 wird die COVID-Lage dann neuerlich evaluiert. Sollte es notwendig sein, könnte die Verordnung zur Freistellung von Risikogruppen dann auf gesetzlicher Basis bis längsten Juni 2021 verlängert werden. Gesundheitsminister Anschober betonte, dass für Personen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben und im Erwerbsleben stehen damit “bestmöglichen Schutz” geboten werde. “So schaffen wir es, die Epidemie einzudämmen und schwere Verläufe zu verhindern, während wir die Impfstrategie umsetzen.” Auch Arbeitsministerin Aschbacher erklärte, damit werde gewährleisten, “dass besonders jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die es brauchen, bestmöglich in ihrem Arbeitsalltag geschützt werden.” Wer ist Teil der Risikogruppe? Zu den Risikogruppen gehören laut der Verordnung des Gesundheitsministeriums etwa Personen mit “fortgeschrittenen funktionellen oder strukturellen chronische Lungenkrankheiten, die eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigen”. Dazu zählen pulmonale Hypertonien, Mucoviscidosen und zystische Fibrosen sowie COPD im fortgeschrittenen Stadium. Auch Personen mit chronischen Herzerkrankungen mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig sind (etwa bei ischämischen Herzerkrankungen sowie Herzinsuffizienzen), fallen in die Risikogruppe. Als weiterer Indikator werden in der Verordnung “aktive Krebserkrankungen mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankungen auch ohne laufende Therapie” genannt. Auch Erkrankungen, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden müssen, machen Betroffene zum Teil der Risikogruppe. Dazu zählen Knochenmarks- und Organtransplantationen, eine dauernde Kortisontherapie und HIV mit hoher Viruslast. Auch Menschen mit einer fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankung(Niereninsuffizienz, Nierenersatztherapie, Nierentransplantation) werden zur Risikogruppe gezählt. Chronische Lebererkrankungen mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose werden ebenso als Risiko-Indikator angeführt wie ausgeprägte Adipositas ab dem dritten Grad und einem Body-Mass-Index größer oder gleich 40. Weiters zählen Betroffene der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zur Risikogruppe, je nach Typ der Krankheit und je nach Laborwerten und Organschäden. Als weiteren Indikator beinhaltet die Verordnung “arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung”.

Ausnahmen für Corona-Risikogruppen verlängert

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