Kaffee im Fokus - Fairer Handel als Perspektive für ein ganzes Land

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Kaffee im Fokus - Fairer Handel als Perspektive für ein ganzes Land

Tekle Tadesse Gelege ist ein smarter, gut gebildeter junger Mann aus Äthiopien. Er begleitet seine Landsleute bei zukunftsträchtigen Projekten rund um den Kaffeeanbau. Dabei dreht sich nicht alles um möglichst hohe Prämien, die er aus den Verhandlungen erzielen kann, sondern um wesentlich mehr: Die äthiopische Landwirtschaft wird von den Auswirkungen des Klimawandels bereits massiv verändert. Die traditionellen Pflanzen werden früher oder später nicht mehr gedeihen können. Das Thema Wasserversorgung stellt die Menschen vor große Herausforderungen – nicht zuletzt auch deswegen, da die Nachfrage nach gewaschenem Kaffee am Markt größer ist, als nach sonnengetrocknetem. So wird pro Kaffeekirsche circa 12,5 Liter Wasser zum Waschen benötigt.

Was passiert mit den FAIRTRADE-Prämien?

Kaffeeanbau ist ein aufwändiges Unterfangen – viel Geld fließt in die Bewirtschaftung bzw. in nachhaltige Technologien, um den Wasserverbrauch durch Recycling zu minimieren. Mit den restlichen Mitteln wird die lokale Infrastruktur unterstützt. Neben Schulen werden auch Verkehrswege ausgebaut, die Stromversorgung stabilisiert und Gebäude für Start-up-Unternehmen errichtet, um für die jungen Menschen auch abseits der Landwirtschaft Perspektiven schaffen zu können.

Thalheim ist seit 5 Jahren FAIRTRADE-Gemeinde

Vor 5 Jahren beschloss der Gemeinderat der Marktgemeinde Thalheim einstimmig, FAIRTRADE aktiv zu unterstützen. Seit März 2015 kümmert sich eine eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe, bestehend aus engagierten Thalheimerinnen und Thalheimern, um dieses Thema. Bei den jährlichen Schwerpunktveranstaltungen wurden in der Vergangenheit unterschiedlichste Themen rund um Nachhaltigkeit behandelt – von der Schokolade und bioregionalen Küche, über Obsoleszenz bei Elektrogeräten bis hin zur umweltbewussten Mobilität.

Foto (c) Marktgemeinde Thalheim

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