Kindergarten-Tarif - Sozialfonds soll Härtefällen helfen

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Die neue Verordnung hat das Licht der Welt erblickt, tritt aber mit 48-stündiger Verspätung am Sonntag in Kraft. Chöre und Musikkapellen sind neuen Limitierungen unterworfen. Anschober appelliert indes für Disziplin in den Herbstferien. Um Mitternacht sollte die neue Corona-Verordnung in Kraft treten. Da sie aber erst vier Stunden zuvor fertig geworden ist, wurde das Inkrafttreten um 48 Stunden – auf Sonntag null Uhr – verschoben. Gesundheitsminister Rudolf Anschober meinte in einer ersten Reaktion: “Während in einigen europäischen Ländern mittlerweile Teil-Lockdowns verhängt wurden, will Österreich mit aller Kraft einen Lockdown vermeiden.” Anschober meldet sich heute zu den neuen Ampelfärbungen zu Wort. Kritische Fragen zur neuen Corona-Verordnung wird er sich wohl von den anwesenden JournalistInnen gefallen lassen müssen. “Kein Grund zur Panik” Die aktuellen Infektionszahlen zeigen laut Anschober: “Wir sind leider nicht am Höhepunkt angelangt, es gibt weiterhin Zuwächse.” Oberstes Ziel sei weiterhin, einen Lockdown zu vermeiden. Er sei aber zuversichtlich, dass dies gelingen kann – trotz steigender Zahlen. Aber die Lage sei ernst. Es gebe weiterhin “keinen Grund zur Panik”, bei der Auslastung der Krankenhäuser sei noch “Luft nach oben”. Dennoch vor allem der Appell für die Herbstferien und Allerheiligen: “Bleiben Sie zu hause, wann immer das möglich ist.” Hinsichtlich Halloween erklärt Anschober: “Nächstes Jahr kann wieder die Post abgehen”, heuer solle man von Feiern absehen. Man müsse nun wieder Verantwortung füreinander übernehmen, “was wir brauchen, ist die Stimmung aus dem Frühling”. Dann werde man keinen Lockdown brauchen. Auch die 50-Meter-Regel mit Alkoholverbot habe man treffen müssen, um ein Weiterfeiern nach der Sperrstunde zu verhindern. Anschober widerspricht Kritik an Verordnung Angesprochen auf die späte Veröffentlichung der Verordnung erklärte Anschober, dass es ihm persönlich wichtig sei, dass Maßnahmen wirken und nicht der Zeitpunkt, an dem die Verordnung in Kraft trete. Nun müsse man sich auf den Kampf gegen die Epidemie konzentrieren und “sich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten”. “Millionen von Menschen” seien von den Verordnungen betroffen, deshalb müsse man “diese Dinge sorgsam angehen”. Das könne dann auch “zeitintensiver” ausfallen. Man habe jedenfalls ein “hoch professionelles Paket” geschnürt. Die Verzögerung habe sich auch aus noch offenen juristischen Fragen ergeben, erklärte Anschober. Die Klärung dieser sei wichtiger als der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Auch Kritik von SPÖ-Bundesländern, dass Infos nur an die ÖVP gegangen seien sollen, ließ Anschober nicht gelten. “Bei so etwas ist mir Parteipolitik sowas von egal.” Was in der neuen Verordnung geregelt ist Mund-Nasenschutz: Beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen (etwa eine unterirdische Passage) ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen. Dort muss auch am Sitzplatz eine Maske getragen werden.

Anschober-Appell: "Bleiben Sie zu Hause"

Der Notting-Hill-Karneval in London fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. Man arbeite aber an einer Alternative für das letzte August-Wochenende, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. Details verrieten sie nicht. Im vergangenen Jahr waren etwa eine Million Besucher aus dem In- und Ausland zu dem schrillen Event im Westen der Hauptstadt gekommen. Der Karneval wurde 1959 von Einwanderern aus der Karibik ins Leben gerufen. Die Organisatoren bezeichnen ihn als das “größte Fest der Kultur, Vielfalt und Inklusivität” in Großbritannien.

Berühmter Notting-Hill-Karneval gestrichen

Am Montag startet auch die Wiener Staatsoper ihr angesichts der Corona-Lockerungen aufgestelltes Ersatzprogramm für den Juni. “Die Lust an der Musik überwiegt die Angst”, zeigte sich Direktor Dominique Meyer vor Journalisten beeindruckt davon, dass alle 14 Konzerte binnen 30 Minuten ausverkauft waren. Dabei war es vermutlich so schwer wie nie, an Staatsopernkarten zu kommen. Schließlich werden pro Abend coronabedingt nur je 100 Besucher zugelassen. Für alle anderen, die leer ausgegangen sind, werden die Abende als kostenloser Livestream auf www.staatsoperlive.com übertragen. “Es ist besser als nichts”, so Meyer, auch wenn ein Zyklus aus Liederabenden und Arienzusammenstellungen des Ensembles keine Aufführung ersetze. Da man angesichts der erzwungenen Sperre jedoch alle geplanten Renovierungsarbeiten vorgezogen habe, bliebe nur der Platz vor dem Eisernen Vorhang anstelle der Bühne.

Staatsopern-Chef Meyer: "Die Lust an der Musik überwiegt die Angst"

“Breaking-Bad”-Star Bryan Cranston (64) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab der Hollywoodstar am Donnerstag (Ortszeit) in einer Videobotschaft auf Instagram bekannt. “Ich bin einer der Glücklichen”, sagte Cranston. Er habe nur leichte Beschwerden gehabt. In dem Video zeigte er sich in einer Einrichtung in Los Angeles beim Spenden von Blutplasma für die Corona-Forschung. “Zieht die verdammten Masken an, wascht eure Hände und haltet Abstand”, rief der Schauspieler seine Fans auf. Auch er habe die Pandemie satt, räumt Cranston ein, aber alle müssten sich noch eine Weile gedulden. Der Schauspieler wurde als Drogenkoch mit der Fernsehserie “Breaking Bad” weltberühmt. Darin spielte er den krebskranken Chemielehrer Walter White, der für seine Familie vorsorgen will und deshalb unter dem Decknamen Heisenberg Crystal Meth produziert. Aus dem Blutplasma von “glücklichen” Coronainfizierten wie Bryan Cranston werden Antikörper gegen das Virus gewonnen, die in der Behandlung von Schwerkranken eingesetzt werden. In Österreich wurde damit nach Darstellung von Medizinern bereits mehreren Dutzend schwer an Covid-19 erkrankten Personen geholfen. Genesene, die ihr Plasma spenden wollen, können sich telefonisch beim Roten Kreuz oder bei den medizinischen Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg, sowie bei Plasmapherese-Instituten melden.

An Corona erkrankter Serien-Star spendet Blutplasma

In der Nacht auf vergangenen Sonntag ist ein 48-jähriger Mann bei einer Schlägerei in der Welser Innenstadt schwerst verletzt worden, das gab die Polizei jetzt erst bekannt.

Mann bei Schlägerei in Wels-Innenstadt schwerst verletzt

Kurz vor dem Beginn von Gesprächen über eine mögliche neue atomare Abrüstungsvereinbarung drängt Russland auf eine Neuauflage des Vertrags mit den USA. Das wäre richtig und logisch, sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Samstag der Agentur Interfax. “Die Vereinbarung ist aber nicht das Ein und Alles.” Die Verhandlungen auf Diplomatenebene sollen am Montag in Wien beginnen. Letztendlich werde alles von der Entscheidung der Regierung von US-Präsident Donald Trump abhängen, meinte Rjabkow. Russland wolle den Amerikanern bei den Gesprächen die Zusammenarbeit bei Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung von atomaren Waffen anbieten. “Wir werden natürlich die Gelegenheit nutzen, um uns an unsere Position zu erinnern”, sagte der Vize-Außenminister, der die russische Delegation in Wien leiten soll. Sein Gegenüber wird der Sonderbeauftragte der US-Regierung für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, sein. Russland hatte mehrfach vor einem unkontrollierbaren atomaren Wettrüsten gewarnt, sollte das Abkommen nicht verlängert werden. Der letzte große atomare Abrüstungsvertrag New Start, der die Begrenzung strategischer Kernwaffen regelt, läuft am 5. Februar 2021 aus. Der New-Start-Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale Russlands und der USA auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. Erst im vergangenen Sommer war ein anderes wichtiges Abrüstungsabkommen beider Länder aufgekündigt worden: der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Kurz- und Mittelstreckenwaffen.

Russland will an Abrüstungsvertrag mit den USA festhalten