Längerer Einsatz durch Gewässerverunreinigung im Kößlwanger Bach in Bad Wimsbach-Neydharting

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Längerer Einsatz durch Gewässerverunreinigung im Kößlwanger Bach in Bad Wimsbach-Neydharting

Bad Wimsbach-Neydharting. Eine Verunreinigung des Kößlwanger Bachs in Bad Wimsbach-Neydharting (Bezirk Wels-Land) entwickelte sich zu einem mehrtägigen Einsatz der Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte rückten Donnerstagfrüh aufgrund einer vorerst unbekannten Gewässerverunreinigung aus. Es wurden durch die Einsatzkräfte Ölsperren im Verlauf des Kößlwanger Bachs errichtet. In gewissen Intervallen musste auch am Freitag eine von ursprünglich zwei eingesetzten Feuerwehren Nachkontrollen an den Ölsperren durchführen.

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Winter in Wels

Von April bis einschließlich Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 32,9 Prozent ein, wie die US-Regierung am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Das war der tiefste Einbruch in einem Vierteljahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach der in Europa gebräuchlichen Berichtsweise im Quartalsvergleich entspräche das umgerechnet etwa einem Minus von fast 10 Prozent. Im ersten Vierteljahr war die US-Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet bereits um 5 Prozent geschrumpft. Die Zuspitzung der Coronapandemie ab Mitte März stürzte die USA dann aber in eine schwere Wirtschaftskrise. In der zweiten Maihälfte und im Juni gab es bereits wieder Zeichen einer Erholung. Seit Ende Juni hat die Zahl der Neuinfektionen aber wieder dramatisch zugenommen, was zu neuerlichen Einschränkungen des Wirtschaftslebens geführt hat und das Wachstum erneut ausbremsen dürfte. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 11,1 Prozent. Vor der Pandemie hatte sie noch bei 3,5 Prozent gelegen. Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch bereits vor einem historischen Einbruch des BIP gewarnt. Er erklärte, die weitere Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt sei wegen der Pandemie höchst unsicher. “Der Verlauf der Wirtschaft wird in sehr großem Ausmaß vom Verlauf des Virus abhängen”, sagte Powell. Ohne eine Eindämmung des Virus sei eine vollständige wirtschaftliche Erholung “unwahrscheinlich”, warnte er. US-Präsident Donald Trumps Regierung hingegen hofft auf eine rasche Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal. Trump drängt daher trotz Pandemie auf eine rasche Normalisierung des Wirtschaftslebens. Analysten sehen die Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung allerdings zumeist skeptischer. Auch in Deutschland war das BIP im zweiten Quartal in noch nie da gewesenem Ausmaß eingebrochen. Es schrumpfte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen im Jahr 1970. In den USA werden derzeit täglich rund 60.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes, in denen rund ein Drittel der US-Bevölkerung lebt. Insgesamt gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge inzwischen 4,4 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 und rund 150.000 damit verbundene Todesfälle. Der US-Kongress und die Regierung haben seit Beginn der Krise bereits Konjunkturpakete in Höhe von fast drei Billionen US-Dollar (etwa 2.558 Mrd. Euro) beschlossen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Derzeit gibt es im Kongress Verhandlungen über ein weiteres Paket. Die Vorstellungen von Republikanern und Demokraten dazu gehen aber noch weit auseinander. Indes stieg die Zahl der wöchentlichen Anträge auf staatliche Arbeitslosenhilfe erneut. Insgesamt stellten vorige Woche 1,434 Millionen US-Bürger einen entsprechenden Erstantrag, teilte das Arbeitsministerium mit. “Es wird lange dauern, bis die US-Wirtschaft aus dem tiefen Tal der Tränen herauskommt”, sagte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. “Anhaltend hohe Infektionszahlen und Massenarbeitslosigkeit sorgen für erhebliche Verunsicherung.” In den USA sind nach Reuters-Daten allein am Mittwoch 1.461 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben, der höchste Wert seit dem 27. Mai. Das entspricht rechnerisch etwa einem Todesfall pro Minute. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Epidemie mehr als 150.000 Tote in den USA verzeichnet, die höchste Zahl weltweit.

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Die Koalitionsparteien haben am Mittwochabend im Nationalrat eine Entschließung zur den aktuellen Anti-Rassismusprotesten in den USA angenommen, dabei aber klare Kritik an den USA vermieden. In der rechtlich nicht verbindlichen Entschließung wurde Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) aufgefordert, sich weiterhin international für die Grund- und Menschenrechte einzusetzen. “Darüber hinaus wird der Bundesminister für europäische und internationale Beziehungen dazu aufgefordert, die aktuellen Ereignisse auch auf bilateraler Ebene mit den USA entsprechend zu thematisieren”, heißt es in dem von ÖVP und Grünen eingebrachten Entschließungsantrag. Ein von der SPÖ eingebrachter Entschließungsantrag, wonach sich die Regierung, klar gegen Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt in den USA aussprechen soll, erhielt am Mittwochabend im Nationalrat keine Mehrheit. Die außenpolitische Sprecherin der Grünen Ewa Ernst-Dziedzic zeigte am Donnerstag Verständnis für die vom Koalitionspartner offenbar durchgesetzte vorsichtige Formulierung: “Es ist natürlich für den Kanzler nicht irrelevant, was in einem beschlossenen Entschließungsantrag des Parlaments fixiert wird”, sagte Ernst-Dziedzic im “Ö1”-Morgenjournal. Zugleich äußerte sie sich kritisch über einen möglichen Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei US-Präsident Donald Trump. “Ich selber halte das für keine wünschenswerte Signalwirkung, wenn dieses verschobene Treffen kurz vor der Wahl stattfinden sollte, weil das natürlich entsprechend interpretiert werden könnte”, sagte sie. In einer Aussendung betonte Ernst-Dziedzic am Donnerstag aber erneut, dass Polizeibrutalität gegen die Bevölkerung, “im Speziellen gegen People of Color, gegen Demonstrierende und Journalist*innen” aufs Schärfste verurteilt werden müsse. Rassismus sei in den USA ein systemischer und strukturell bedingter. Sie warnte davor, “gerade angesichts der derzeitigen Situation, sich von der strategischen Partnerschaft Österreichs mit den USA abzuwenden”. Dennoch schließe das mit ein, “dass wir als internationaler Partner klar und deutlich Stellung beziehen, wenn die über Jahrzehnte erkämpften Freiheits- und Menschenrechte bedroht sind”, so die Grüne Abgeordnete. Außenminister Schallenberg argumentierte im Ö1-Morgenjournal: “Jetzt so zu tun, als wäre das ein Problem eines Staates oder einer staatlichen Verwaltung oder sogar eines einzelnen Politikers, ist, glaub ich, kurzsichtig und tut auch dem Thema nicht gut.” Man müsse auch vor der eigenen Tür kehren, bevor man andere kritisiere, so Schallenberg.

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