Ortsreportage - Marktgemeinde Gunskirchen

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Das britische Parlament hat am Mittwoch ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Das Gesetz verleiht der Regierung und den Behörden unter anderem Vollmachten, um die beschlossenen Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen.

Großbritannien beschließt Notstandsgesetz

Auch für den Maturajahrgang 2021 wird es wegen der Auswirkungen der Coronakrise auf den Schulbetrieb Erleichterungen bei der Reifeprüfung geben, bestätigt das Bildungsministerium Medienberichte gegenüber der APA. So sollen die Maturanten ihre Vorwissenschaftliche Arbeit nicht verpflichtend präsentieren müssen. Außerdem gibt es Überlegungen, den Stoff zu reduzieren. Um den Schülern genügend Vorbereitungszeit zu geben, soll die Matura zum spätestmöglichen Termin stattfinden. Die Details zur Gestaltung der Matura 2021 sollen bis Ende der Woche bekannt gegeben werden. Zuletzt hatten sich Schüler und Elternvertreter für Sonderregeln für die kommende Reifeprüfung starkgemacht. Immerhin befinden sich die Oberstufenschüler bereits seit 3. November im Distance Learning, in Teilen von Salzburg und Tirol wurde die Schulampel schon Mitte Oktober auf Orange gestellt und damit der Präsenzunterricht für über 15-Jährige großteils ausgesetzt. Erleichterungen im Vorjahr Bereits im Vorjahr hatte es aufgrund der langen Schulschließungen Erleichterungen bei der Reifeprüfung gegeben. So war etwa die mündliche Matura nur freiwillig, die schriftliche fand in höchstens drei Fächern statt.Außerdem wurde neben der Klausurnote auch die Jahresnote in die Maturanote einbezogen. Letztere Regelung bleibt auch heuer erhalten, außerdem gibt es Erleichterungen bei der Mathe-Matura an den AHS: Die textlastigen Aufgaben werden weniger stark gewichtet, außerdem kommt bei manchen Aufgaben eine “Best-of-“-Wertung. Das bedeutet, dass für die Benotung nur jene herangezogen werden, in denen die meisten Punkte erzielt wurden.

Matura auch heuer mit Erleichterungen

Ein Urteil des Wiener Landesverwaltungsgerichts zu den Coronastrafen könnte beachtliche Folgen haben. Denn das Gericht befand laut einem Bericht der “Presse”, dass nur beim Betreten, aber nicht beim Verweilen öffentlichen Raums der Ein-Meter-Abstand einzuhalten war. Damit wäre kaum noch eine Strafe aufrecht zu halten. Im konkreten Fall ging es um eine Person, die Mitte April auf einer Parkbank in Wien angetroffen wurde. Sie hielt den Mindestabstand von einem Meter zu Personen aus anderen Haushalten nicht ein. Dafür solle der Mann 360 Euro Strafe zahlen, meinte der Magistrat Wien im Mai. Diese Strafe kippte nun das Landesverwaltungsgericht Wien. Schließlich sei seit 1. Mai das Betreten öffentlicher Orte generell wieder erlaubt, solange man den Ein-Meter-Abstand einhält. Und die neue Regel gelte wegen des Günstigkeitsprinzips für Betroffene nun auch für ältere Fälle. Was wiederum den einen Meter Abstand betrifft, habe der Mann ihn ja eingehalten, als er den öffentlichen Platz betrat. Ein Verweilen mit einem Meter Abstand fordere die Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nämlich nicht. Selbst wenn, würde diese Vorschrift nicht gelten, denn auch das Covid-Gesetz, auf dem die Verordnung fußt, würde Strafen nur fürs Betreten erlauben, befand das Gericht. Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich entschied indes über einen Schüler. Er war Ende März mit einer anderen Person (laut dem Schüler seiner Freundin) im selben Auto gesichtet worden. Regeln, die Fahrgemeinschaften ausdrücklich erlaubten, kamen erst im April. Daher sollte der Schüler nun Strafe zahlen, weil er im Auto zu einer Person aus einem anderen Haushalt weniger als einen Meter Abstand gehalten hatte. Das Auto sei aber kein öffentlicher Ort, sondern ein privater, urteilte das Gericht. Also habe es keine Mindestabstandsregeln gegeben. Die Strafe wurde folgerichtig aufgehoben.

Coronavirus: Brisantes Urteil zu Ein-Meter-Abstand

Muss man als Frau der bessere Mann sein? Werden einem wirklich ständig Steine in den Weg gelegt? Und wie hat sich das Rollenbild der Frau in der Geschichte verändert? All diesen Fragen ist man bei der Podiumsdiskussion im Museum Angerlehner nachgegangen. Und ob sich die emanzipierte Frau von heute noch Komplimente wünscht oder einen Mann haben will, der ihr in den Mantel hilft, das erfahren Sie in kommenden Beitrag.

Die Coronakrise hat den Alltag der älteren Bevölkerung in Österreich massiv verändert. Die Auswirkungen der Covid-19- Maßnahmen auf Menschen im Alter 60 plus hat die Med-Uni Graz im Mai erheben lassen. Einer ersten Auswertung zufolge wurden die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung von SARS-CoV-2 mehrheitlich als Belastung empfunden, teilte die Universität am Mittwoch mit. Der Lockdown im März und die gesetzten Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie haben in Österreich maßgeblich dazu beigetragen, die Anzahl an Covid-19-Erkrankungen und schweren Krankheitsverläufen so gering wie möglich zu halten. Wie sich die Restriktionen auf das Befinden der älteren Bevölkerung ausgewirkt haben, wurde an der Med-Uni Graz mit vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) erhobenen Daten analysiert. In der laut Med-Uni repräsentativen Erhebung wurden im Mai österreichweit 557 Personen ab 60 Jahren in Telefon- und Onlineinterviews befragt. Wenig überraschend gab eine große Mehrheit der befragten Personen an, von den Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 im sozialen Leben betroffen zu sein, schilderte Erwin Stolz vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Med-Uni Graz. Er hat mit seinen Kollegen die Daten ausgewertet. Demnach haben den Befragten vor allem der Besuch von Restaurants (82 Prozent), sowie Sport- und Kulturveranstaltungen (75 Prozent) gefehlt. Etwas weniger als zwei Drittel der Befragten habe angegeben, dass die generelle Einschränkung der Bewegungsfreiheit (63 Prozent) sowie der Umstand Kinder und Enkelkinder nicht sehen zu können (58 Prozent), als belastend empfunden wurde. Rund 44 Prozent der Befragten empfanden Einschränkungen bei ärztlichen Routineuntersuchungen, Therapien oder anstehenden Operationen als negativ. Immerhin waren rund zwei Drittel der befragten Personen von einer Vorerkrankung betroffen, die für den Verlauf von Covid-19 ein Risiko hätte darstellen können. “Insbesondere Bluthochdruck bei 42 Prozent, aber auch chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit je 15 Prozent. Krebserkrankungen bei 8 Prozent sowie ein geschwächtes Immunsystem bei vier Prozent, wurden genannt”, listete Stolz auf. Insgesamt waren die Sorgen bezüglich zukünftiger negativer Auswirkungen der Pandemie weniger stark ausgeprägt, wohl aber waren 35 Prozent sehr oder ziemlich besorgt hinsichtlich fortgesetzter Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. 28 Prozent machten sich Sorgen, Kinder und Enkelkinder auch künftig nicht sehen zu können. “Unsere ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass ältere Personen, die angaben stärker davon betroffen zu sein, gleichzeitig auch eine geringere Lebenszufriedenheit und mehr depressive Symptome zeigten sowie ängstlicher und einsamer waren”, führte Stolz weiter aus. Mit Ausnahme von Ängstlichkeit, sind diese Zusammenhänge jeweils stärker ausgeprägt bei Personen, die an einer oder mehreren obig genannten chronischen Erkrankungen leiden. Personen mit chronischen Erkrankungen könnten daher eine besonders vulnerable Gruppe für eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit darstellen und von psychosozialer Betreuung im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie profitieren. Deren Ende ist ja derzeit noch nicht abzusehen. Um die längerfristigen Folgen der Pandemie auf die psychische Gesundheit Älterer zu untersuchen, will das Team weitere wiederholte Erhebungen durchführen. 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Erhebung hätten bereits zugestimmt, an der fortlaufenden Studie teilzunehmen.

Ältere empfanden Corona-Maßnahmen mehrheitlich als belastend

Der US-Hauptstadtbezirk District of Columbia (D.C.) soll zum 51. Staat der USA werden. Eine entsprechende Initiative hat das US-Repräsentantenhaus am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Washington angenommen. Die Vorlage wurde von der demokratischen Mehrheit in der größeren Parlamentskammer mit 232 zu 180 Stimmen angenommen. Allerdings dürfte sie im republikanisch kontrollierten Senat scheitern. Der District of Columbia wurde nach der Gründung der USA aus Teilen der Staaten Virginia und Maryland geschaffen und untersteht direkter Bundesverwaltung. Die Bewohner der US-Hauptstadt dürfen zwar bei Präsidentenwahlen mitentscheiden, haben aber keine Vertretung in den beiden Kammern des US-Parlaments. Nach dem Willen des Repräsentantenhauses soll sich dies nun ändern und Washington D.C. unter dem Namen “Washington, Douglass Commonwealth” (Staat Washington, Douglass) zum 51. Staat der USA werden. Er soll damit nach dem US-Präsidenten George Washington und dem ersten Anführer der Afroamerikaner, Frederick Douglass, benannt sein. Die Gebäude der Bundesverwaltung wie etwa das Weiße Haus oder der Kongress, aber auch die National Mall mit ihren Bundesmuseen und Denkmälern blieben als Enklave unter direkter Bundesverwaltung. Die bisher letzte Erweiterung der USA fand im Jahr 1959 statt, als Hawaii und Alaska zu Bundesstaaten wurden. Seit Jahrzehnten ringt die spanischsprachige US-Außengebiet Puerto Rico mit der Frage, ob es zum 51. Staat der USA werden soll. In Washington D.C. gibt es diesbezüglich kein Dilemma. Die mehrheitlich von Afroamerikanern bewohnte Demokratenhochburg bemüht sich seit vier Jahrzehnten darum, zum Teilstaat der USA zu werden. Dabei beruft sich der Hauptstadtdistrikt auf den Schlachtruf der Unabhängigkeitsbewegung von Großbritannien, “No Taxation without Representation” (Keine Besteuerung ohne Vertretung). Die Aufnahme von Washington D.C. als Staat könnte sich entscheidend auf die Mehrheitsverhältnisse im Senat auswirken, wo jeder Staat mit zwei Senatoren vertreten ist. Derzeit haben die Republikaner von US-Präsident Donald Trump 53 der 100 Senatoren hinter sich. Die beiden potenziellen Senatoren aus Washington D.C. wären mit großer Wahrscheinlichkeit Demokraten. Entsprechend votierten die Republikaner am Freitag geschlossen gegen die Staatswerdung von Washington D.C., und im Senat dürfe es wohl nicht einmal eine Abstimmung geben. US-Präsident Trump hat sich ebenfalls dagegen ausgesprochen. Derzeit ist Washington D.C. nur mit einer Beobachterin im US-Repräsentantenhaus vertreten. “Der Kongress hat zwei Möglichkeiten: Entweder er setzt weiterhin seine undemokratische und autokratische Macht über 705.000 Bürger fort, die in der Hauptstadt unseres Landes wohnen… oder er kann den Verheißungen und Idealen seines Landes gerecht werden”, sagte die Mandatarin Eleanor Holmes Norton vor der Abstimmung. Die Coronakrise hat neuen Unmut über den Status des Distrikts hervorgerufen, weil dieser nur 500 Millionen US-Dollar an Bundeshilfe erhalten hat, während den 50 Bundesstaaten jeweils 1,2 Milliarden Dollar überwiesen wurden. Für Ärger sorgte auch die Entscheidung von US-Präsident Trump, während der Anti-Rassismus-Proteste gegen den Willen von Bürgermeisterin Muriel Bowser die Nationalgarde auf die Straßen Washingtons zu schicken.

Historisches Votum im US-Kongress für Washington D.C.