Sparkasse OÖ - Unterstützung während der Krise

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Robert Reif (Regionaldirektor Sparkasse OÖ) im Talk.

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Die letzten Wochen waren geprägt von Unsicherheit. Doch seit Ende letzter Woche herrscht Erleichterung. Denn jetzt steht fest. Der 15. Welser Arkadenhof Kultursommer kann heuer stattfinden.

Der Joystick, mit dem der Astronaut Neil Armstrong im Sommer 1969 das Apollo-Raumschiff zum Mond steuerte, ist in Kalifornien für umgerechnet etwa 324.000 Euro versteigert worden. Das Gerät wechselte am Wochenende für 370.000 Dollar den Besitzer, wie das Auktionshaus Julien’s mitteilte. Die Summe lag fast viermal höher als der Schätzpreis. Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond. Der Joystick von Buzz Aldrin, der nach Armstrong die Oberfläche betrat, erzielte 256.000 Dollar (etwa 224.000 Euro). Eine Werkzeugkiste, die Astronauten einer späteren Apollo-Mission nutzten, kam auf rund 102.000 Dollar (etwa 89.000 Euro). Neben den Originalteilen von Bord der NASA-Raumschiffe wurden auch Hunderte Gegenstände versteigert, die nur in Filmen durchs Weltall flogen. Das höchste Gebot gab es für einen Raumanzug, den der amerikanische Schauspieler Keir Dullea als Astronaut David Bowman in dem Science-Fiction-Epos “2001: Odyssee im Weltraum” trug. Der Anzug samt Helm erzielte wie Armstrongs Steuerknüppel 370.000 Dollar.

Original-Steuerknüppel von Neil Armstrong versteigert

Einen Neustart nach dem coronabedingten Lockdown legt ab kommender Woche die heimische Filmbranche hin. So sollen gestoppte Dreharbeiten unter Einhaltung eines Sicherheitskonzepts wieder aufgenommen werden können, zudem stellt die Bundesregierung bis zu 25 Mio. Euro an nicht rückzahlbaren Ausfallzuschüssen zur Verfügung, wie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch bekannt gab.   “Der österreichische Film hat eine sehr große Bedeutung für unser Land, nicht nur was die Wertschöpfung betrifft”, so Blümel in einer Pressekonferenz. “Hier geht es auch um den Werbewert und den ideellen Wert für die österreichische Identität.” Um sinnvolle Unterstützung für die Branche leisten zu können, habe man gemeinsam mit Wirtschaftsministerium, Kulturstaatssekretariat, Wirtschaftskammer, ORF und heimischen Filmproduzenten das nunmehrige Modell ausgearbeitet. Die Ausfallzuschüsse können pro Produktion bis zu 75 Prozent der Herstellungskosten betragen und sind rückwirkend ab 16. März bis Ende 2021 anwendbar. Abgewickelt werden die Zuschüsse über das aws (Austria Wirtschaftsservice). Zudem habe sich der ORF als wesentlicher Partner der heimischen Filmwirtschaft bereit erklärt, nachgewiesene Mehrkosten aufgrund durch das Coronavirus notwendig gewordenen Sicherheitsmaßnahmen zu tragen. Laut ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bewege sich diese Summe zwischen drei und fünf Mio. Euro. Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) betonte die Bedeutung der Filmproduktionen für die in den vergangenen Tagen angekündigten Lockerungen im Kulturbereich. “Dafür brauchen wir auch Inhalte. Ich freue mich sehr, dass wir uns heute darauf verständigen konnten, der Filmwirtschaft mit einer auf sie zugeschnittenen Maßnahme Sicherheit zu geben.” Das sei in weiterer Folge für unzählige Arbeitnehmer, die für das Gelingen eines Drehs nötig sind, essenziell, unterstrich auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Hätte der Drehstopp noch länger angedauert, wäre es für den ORF durchaus problematisch geworden, wie Wrabetz erläuterte. “Wir hätten ab Jänner keine neuen österreichischen Filme und Serien im Programm haben können.” Nun gehe es bereits nächste Woche mit einem “Tatort”-Dreh weiter, insgesamt werden in weiterer Folge die Arbeiten an 20 ORF-Auftragsproduktionen sowie 50 Serienfolgen wieder aufgenommen. “Wir sind die ersten auf der ganzen Welt mit so einer Ausfallshaftung und auch die ersten, die wieder beginnen zu drehen”, freute sich Filmproduzent John Lüftner, Präsident des Produzentenverbandes AAFP. “Wir sind wieder am Start. Es ist eine unglaubliche Erleichterung, dass wir wieder arbeiten dürfen.” Möglich ist dies auch dank eines gemeinsam mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts, das die “künstlerische Freiheit” am Set ermögliche. Unter anderem wird nur eine sehr begrenzte Anzahl an Menschen zum Kernset Zugang haben, und die Betroffenen werden “in regelmäßigen, sehr kurzen Abständen getestet”, so Lüftner, der das Modell mit jener der Fußball-Bundesliga verglich. Sofern Künstler aus anderen Ländern an den Produktionen beteiligt sind, müsse man sich klarerweise an die geltenden Vorgaben in der Corona-Pandemie halten, betonte der Filmproduzent auf Nachfrage. Schauspieler aus Deutschland müssten also etwa entsprechende negative Corona-Testungen vorweisen. “Ich hoffe aber, dass sich die diesbezüglichen Beschränkungen in nächster Zeit auch lockern”, ergänzte Lüftner mit Hinweis auf die Reisefreiheit.

Kultur-Neustart: Bis zu 25 Mio. Euro Ausfallzuschüsse für Filmbranche

Europas größte Billig-Airline, die Laudamotion-Mutter Ryanair, hat wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, teilte Ryanair-Chef Michael O’Leary in Dublin mit.

Ryan hat alle Flüge gestrichen

Arbeiter am Eiffelturm bereiten nach drei Monaten Pause die Wiedereröffnung des Pariser Wahrzeichens für den 25. Juni vor – allerdings nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der Betreibergesellschaft wegen eines erhöhten Infektionsrisikos infolge des engen Raumes weiterhin außer Betrieb. In den Stiegenhäusern werde es zum Schutz der Besucher ein Einbahnstraßensystem geben. Alle Personen über elf Jahren müssen einen Gesichtsschutz tragen.

Eiffelturm wird "für Sportliche" geöffnet

Nach dem Werbeboykott zahlreicher Unternehmen bei Facebook aus Protest gegen den Umgang mit Hasskommentaren und abwertenden Inhalten zieht auch Volkswagen nach. Der weltgrößte Autokonzern und seine Marken setzen zentral geschaltete Anzeigen auf Facebook aus, wie VW am Dienstag in Wolfsburg erklärte. Man stehe für ein “offenes und gleichberechtigtes Miteinander”, hieß es zur Begründung. “Ein Umfeld von Falschmeldungen oder Hassbotschaften ist für uns nicht akzeptabel.” Der Dialog mit dem Online-Riesen solle aber aufrechterhalten werden – auch über die “Anti Defamation League” (ADL), die zu den Initiatoren des Aufrufs #StopHateForProfit zähle. “Hasskommentare, diskriminierende Äußerungen und Posts mit gefährlichen Falschinformationen dürfen nicht unkommentiert veröffentlicht werden und müssen Konsequenzen nach sich ziehen”, betonte Volkswagen. Das Unternehmen hatte jüngst selbst Kritik durch einen als rassistisch empfundenen Werbespot bei Instagram auf sich gezogen, sich entschuldigt und die Vorfälle intern aufgearbeitet. Die von Bürgerrechtsorganisationen Mitte Juni ins Leben gerufene #StopHateForProfit-Bewegung verzeichnete am vergangenen Wochenende gut 90 Unternehmen, die ihre Werbung auf Facebook in den USA erst einmal stoppen – darunter der Konsumgüterriese Unilever und der japanische Autohersteller Honda. Einige wollen diese Maßnahme auch auf die Facebook-Tochter Instagram sowie auf Twitter ausweiten. Facebook will nun stärker gegen “hate speech” und Falschmeldungen vorgehen, wie Chef Mark Zuckerberg betonte. Coca Cola und Starbucks wollen jegliche Werbung in sozialen Netzwerken pausieren.

Auch VW-Konzern stellt Werbung auf Facebook ein