Vermeintlicher Brand in einer Wohnung in Wels-Lichtenegg

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Vermeintlicher Brand in einer Wohnung in Wels-Lichtenegg

Wels. Die Feuerwehr wurde Montagmittag zu einem etwas kuriosen Einsatz in eine Wohnung nach Wels-Lichtenegg alarmiert.

Die Wohnungsbesitzerin alarmierte die Feuerwehr und gab an, dass es in ihrer Wohnung brennt. Beim Eintreffen am Einsatzort in dem Mehrparteienwohnhaus im Welser Stadtteil Lichtenegg konnte jedoch kein Brand festgestellt werden. Die Bewohnerin ließ sich von den Einsatzkräften aber trotzdem nicht davon überzeugen, dass kein Brand vorliegt. Die Feuerwehr rückte wieder ab und übergab die Einsatzstelle der Polizei, welche weitere Maßnahmen im Bezug auf eine eventuell vorliegende psychische Erkrankung der Hausbewohnerin, in die Wege.

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Die Wirtschaftsleistung Österreichs dürfte heuer um 6,2 Prozent schrumpfen. Kommt es im Herbst zu einer zweiten Welle der Coronapandemie, dann könnte das Minus sogar 7,5 Prozent betragen. Zu dieser Erwartung kommt die OECD in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Prognose. Erstmals in ihrer 50-jährigen Geschichte hat sie dabei zwei Szenarien gerechnet, sagte OECD-Experte Dennis Dlugosch zur APA. Die Zahlen seien zwar heftig, aber in Europa kommen nur Norwegen, Dänemark und Luxemburg besser durch die Krise, so Dlugosch. Schweden, das im Kampf gegen den Coronavirus einen deutlich liberaleren Weg gewählt hat, dürfte trotzdem vor einem Wirtschaftsrückgang um 6,7 Prozent stehen und damit etwas schlechter abschneiden als Österreich. Die schnelle Einführung der Kurzarbeit habe Österreich geholfen, sagt Dlugosch. Länder mit Kurzarbeit schneiden deutlich besser ab als andere, allerdings ist Österreich weniger erfolgreich als Deutschland und die Schweiz, weil die Wirtschaftsstruktur anders ist. Österreich hat besonders viel Bauwirtschaft und Fremdenverkehr, die von der Krise härter getroffen sind. Ein gutes Drittel der zusätzlichen Arbeitslosigkeit komme aus der Gastronomie und Beherbergung. Geholfen habe Österreich auch, dass das Land vor der Krise schwarze Zahlen schrieb, dadurch konnte nun ein größeres Rettungspaket geschnürt werden.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei den Verhandlungen um den Corona-Aufbauplan alle Beteiligten zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. “Wir dürfen keine Zeit verlieren, darunter würden nur die Schwächsten leiden”, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch bei einer Rede im Brüsseler Europaparlament zum Auftakt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. “Allein kommt niemand durch diese Krise. Wir alle sind verwundbar”, sagte Merkel. Sie hoffe sehr, dass eine Einigung noch im Sommer gelinge. “Das wird noch viel Kompromissbereitschaft von allen Seiten erfordern – auch von Ihnen”, sagte Merkel zu den Parlamentariern. Die 27 EU-Staaten verhandeln derzeit über einen 750 Milliarden Euro schweren Plan der EU-Kommission, der die historisch schwer getroffene Wirtschaft in Europa nach der Coronakrise wieder ankurbeln soll. Zusammen mit dem EU-Mehrjahreshaushalt von 2021 bis 2027 ist das Paket rund 1,7 Billionen Euro schwer. Die Positionen liegen noch weit auseinander. Ende nächster Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel in Brüssel. Das Europaparlament müsste einer möglichen Einigung dann noch zustimmen. Nun sei es wichtig, sich europäisch einig zu werden, sagte Merkel. Dabei sei die soziale Dimension ebenso wichtig wie die wirtschaftliche. “Ein sozial und wirtschaftlich gerechtes Europa ist entscheidend für den demokratischen Zusammenhalt.” Es sei das beste Rezept gegen all jene, die die Demokratien schwächen und Gemeinsamkeiten infrage stellen wollten. “Es geht in der Zeit der nächsten Monate um die große Aufgabe, uns um die Eindämmung der Pandemie zu bemühen, die Folgen zu bewältigen”, sagte Merkel nach einem Treffen mit EU-Parlamentspräsident David Sassoli. “Wir stehen vor einer nicht gekannten Situation des wirtschaftlichen Einbruchs, der Sorge um Arbeitsplätze”, betonte sie. Für die deutsche Bundeskanzlerin war es ihre ersten Auslandsreise seit Beginn der Corona-Pandemie. Zugleich erklärte Merkel den Erhalt der Grundrechte wie Redefreiheit, Gleichberechtigung und religiöse Vielfalt zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. “Die Grundrechte, das ist das erste, was mir in der Ratspräsidentschaft am Herzen liegt”, sagte die CDU-Politikerin im EU-Parlament. Sie seien das Fundament, auf dem Europa ruhe. In der Corona-Pandemie seien die Grundrechte zum Teil eingeschränkt worden. Das sei ein sehr hoher Preis gewesen. Ihr selbst sei die Entscheidung dazu unendlich schwer gefallen. Merkel betonte aber auch: “Eine Pandemie darf nie Vorwand sein, um demokratische Prinzipien auszuhebeln.” Den Populismus sieht Merkel durch die Corona-Pandemie entblößt. “Mit Lüge und Desinformation lässt sich die Pandemie nicht bekämpfen, genauso wenig mit Hass und Hetze”, sagte Merkel. “Dem faktenleugnenden Populismus werden seine Grenzen aufgezeigt.” Die Ansprüche an Deutschland sind in den nächsten sechs Monaten hoch. “Es ist Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen”, sagte die stellvertretende ÖVP-EU-Delegationsleiterin Simone Schmiedtbauer. Dass “viel zu viel Zeit verstrichen” ist, nimmt auch SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder wahr. Er begrüßte die deutsche Präsidentschaft als eine, “die sich ihrer Verantwortung für Europa bewusst ist”. NEOS-EU-Abgeordnete Claudia Gamon hofft, dass Deutschland das “Gewicht, das es immer schon im Rat hatte, nützen kann, um schnell zu einer Einigung zu kommen”. “Merkel wird sich als Krisenmanagerin beweisen müssen”, kommentierte die EU-Delegationsleiterin der Grünen, Monika Vana. Die FPÖ-EU-Delegation lehnt die Vorschläge der EU-Kommission ab, die für sie die Einführung einer gemeinsamen Schuldenpolitik bedeuten. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) sieht indes vor dem EU-Sondergipfel zum Mehrjahresbudget und zum Wiederaufbaufonds noch einigen Diskussionsbedarf bei den EU-Coronahilfen. “Am Ende wird es ein Kompromiss sein”, erklärte sie am Mittwoch in der Fragestunde des Nationalrats. “Es wird eine Balance geben müssen zwischen Krediten und Zuschüssen.” Die “sparsamen Vier” Nettozahler Österreich, Schweden, Dänemark und Niederlande wollen das EU-Budget nicht wesentlich erhöhen wollen und setzen beim Aufbaufonds auf Kredite – und nicht wie die EU-Kommission vor allem auf Zuschüsse.

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Buchbranche: Die Autoren sind von der Krise am schlimmsten betroffen

Österreichs Bevölkerung wächst weiter – mit 1. Jänner 2020 lebten laut Statistik Austria 8,901.064 Menschen in der Alpenrepublik. Das sind 42.289 Personen (plus 0,48 Prozent) mehr als zum Jahresbeginn 2019. Nach den am Montag veröffentlichten endgültigen Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik war die Zunahme 2019 etwas größer als im Jahr zuvor (2018: plus 0,41Prozent). Grund für das Wachstum ist in erster Linie die Zuwanderung: “Ganze 96 Prozent des Bevölkerungsanstiegs sind darauf zurückzuführen”, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Aber es gab auch eine positive Geburtenbilanz. 2019 wurden 1.566 Personen mehr geboren als verstorben sind. Österreich wird zugleich aber immer älter, denn die Bevölkerungsgruppe 65+ ist die am stärksten wachsende. Anfang 2020 gab es 25.068 Personen mehr im Pensionsalter – das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozent. Mit Jahresbeginn lebten in Österreich 1,720.915 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (19,3 Prozent der Gesamtbevölkerung), 5,486.522 Menschen im Haupterwerbsalter von 20 bis 65 Jahren (61,6 Prozent) und 1,693.627 (19,0 Prozent) im Pensionsalter ab 65 Jahren. Das Durchschnittsalter betrug 42,9 Jahre – um 0,1 Jahre mehr als im Vorjahr. 84.952 Kinder wurden im Vorjahr in Österreich geboren, 583 weniger als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum starben insgesamt 83.386 Personen, wodurch die Geburtenbilanz mit plus 1.566 erneut positiv ausfiel, zudem etwas höher als im Vorjahr (2018: plus 1.560). 250 Kinder starben im ersten Lebensjahr, was eine Säuglingssterberate von 2,9 Promille bedeutet. Diese lag etwas über jener von 2018 (2,7 Promille). 2019 verzeichneten Wien und Vorarlberg mit je plus 0,72 Prozent die größten Zuwächse aller Bundesländer. Darüber hinaus hatten auch Salzburg (plus 0,57 Prozent) und Oberösterreich (plus 0,55 Prozent) ein überdurchschnittliches Wachstum. Niederösterreich lag mit plus 0,40 Prozent genau im Mittelfeld, während sich in Tirol (plus 0,39 Prozent), im Burgenland (plus 0,34 Prozent) und in der Steiermark (plus 0,27 Prozent) etwas geringere Zuwächse ergaben. In Kärnten erhöhte sich die Bevölkerungszahl 2019 nur um 0,06 Prozent. Die Wanderungsstatistik der Statistik Austria verzeichnete im Vorjahr 150.419 Zuzüge aus dem Ausland und 109.806 Wegzüge. Somit betrug der Wanderungssaldo Österreichs mit dem Ausland 40.613 Personen. Die Netto-Zuwanderung erhöhte sich um rund 15 Prozent, blieb allerdings weiterhin unter den Werten aller Jahre zwischen 2012 und 2017. Anfang 2020 lebten insgesamt 1.486.223 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entspricht einem Anteil von rund 16,7 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte (778.443) stammt aus den EU- und EFTA-Ländern, davon insgesamt 199.993 Deutsche, die mit einem Anteil von 13,5 Prozent die größte Ausländergruppe in Österreich bildeten. 707.780 Personen waren Drittstaatsangehörige, worunter Serben (122.115 Personen) die größte Nationalität vor Türken (117.607 Personen) ausmachten.

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