WT1-Talk - Messen und Kongresse wieder erlaubt

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Mag. Robert Schneider (Geschäftsführer Messe Wels) im Gespräch.

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Drei Monate nach Verhängung des Corona-bedingten Lockdowns und der Verlagerung von politischen Gesprächen in den virtuellen Raum findet heute wieder ein internationales Ministertreffen in Wien statt. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) empfängt seine Amtskollegen aus Tschechien (Tomas Petricek), der Slowakei (Ivan Korcok), Slowenien (Anze Logar) und Ungarn (Peter Szijjarto) persönlich. Petricek, Korcok, Logar und Szijjarto sind auch das erste Mal zu Besuch bei Schallenberg in Wien. Bei den Gesprächen soll es zu einem Erfahrungsaustausch der intensiven nachbarschaftlichen Zusammenarbeit in der Coronakrise sowie Perspektiven in der außenpolitischen Kooperation gehen, wie eine Sprecherin des Außenministeriums im Vorfeld mitteilte. Österreich hatte seine Grenzen vor eineinhalb Wochen für die Nachbarländer geöffnet. Seit dem 4. bzw. 5. Juni sind bei der Einreise aus diesen vier Ländern kein negativer Coronatest oder 14-tägige Quarantäne mehr vorgeschrieben. Auch untereinander haben die Länder ihre Reisebeschränkungen aufgehoben.

Außenministertreffen in Wien

Die Europäische Union will weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Covid-19-Impfstoffs einsammeln. Europa sei bereit, im Internet eine internationale Geberkonferenz für die nötige Finanzierung zu organisieren, erklärten EU-Ratschef Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag nach einer Videokonferenz der G20-Staaten. Sie begrüßten, dass die G20 die Weltgesundheitsorganisation WHO um eine globale Initiative zur Reaktion auf Pandemien gebeten habe. In diesem Zusammenhang würde die EU die Geberkonferenz ausrichten. Michel und von der Leyen dankten den G20-Partnern für ihre Solidarität mit den am stärksten betroffenen EU-Ländern. Sie erklärten ihrerseits die Bereitschaft der EU, armen Ländern speziell in Afrika bei der Bekämpfung von Covid-19 zu helfen. Die beiden EU-Vertreter betonten, Handelsströme und Lieferketten müssten aufrechterhalten werden. Nur so könnten die wirtschaftlichen Folgen begrenzt und die Herstellung wichtiger medizinischer Ausrüstung aufrechterhalten werden. Die EU rief die G20-Staaten auf, sich bei der Rückkehr im Ausland gestrandeter Bürger gegenseitig zu helfen.

EU schlägt Geberkonferenz für Impfstoff vor

Auch nach Jahrzehnten im Filmgeschäft hat die britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren noch Angst davor, neue Rollen anzunehmen. “Man hat Angst vorm Scheitern, weil man dort etwas von sich preisgibt”, sagte sie vergangenes Jahr. An ihrem 75. Geburtstag diesen Sonntag kann die Schauspielerin auf eine überaus erfolgreiche Karriere zurückblicken, deren Ende nicht in Sicht ist. “Man möchte seine Schauspielkollegen, den Regisseur und natürlich das Publikum nicht enttäuschen. Man will ja nicht, dass die sagen: ‘Naja, irgendwie hat sie das nicht hingekriegt, oder?'” Bisher ist allerdings kein Fall bekannt, in dem Mirren es nicht hingekriegt hat. Im Gegenteil: Selbst in weniger gelungenen Produktionen wird sie meist noch als Lichtblick gelobt. Helen Mirren wurde als Helen Lydia Mironoff am 26. Juli 1945 in London geboren. Ihre Mutter war Engländerin. Ihr russischer Vater war im Kindesalter kurz vor der russischen Revolution mit seinen Eltern nach Großbritannien gekommen. Den Familiennamen änderte Mirrens Vater, damit er nicht russisch klang. “Er hat gesagt: ‘Wir sind jetzt britisch, wir vergessen das alles, das ist vorbei'”, erzählte sie dpa zum Start ihrer Miniserie “Catherine the Great”. Ihre russischen Wurzeln seien für sie trotzdem immer präsent. In der Serie spielte sie die russische Kaiserin Katharina die Große. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Mirren im Küstenstädtchen Southend-on-Sea und dem Vorort Westcliff-on-Sea. Schon in der Schule spielte sie Theater. Später wechselte sie ans New College of Speech and Drama, eine unabhängige Schauspielschule in London. Denn “Schauspielerei war das einzige, worin ich was taugte”, erklärte sie. Mit 18 Jahren sprach sie am National Youth Theatre vor und wurde engagiert. Kurz darauf spielte Mirren am Londoner Old Vic-Theater die Rolle der Cleopatra in Shakespeares “Antonius und Cleopatra”. “Das war eine großartige Plattform für mich”, sagte sie dem “Telegraph”, “und das hat meine Karriere gestartet.” Es folgten ein Angebot der Royal Shakespeare Company und erste Filmrollen – in der Konsum-Satire “Herostratus” (1967) und Shakespeares “Ein Sommernachtstraum” (1968). Auch Mirrens Sexappeal sorgte damals für Aufsehen. In “Das Mädchen vom Korallenriff” (1969) zeigte sich die Schauspielerin erstmals sehr freizügig. In dem biografischen Drama “Savage Messiah” (1972) über den französischen Bildhauer Henri Gaudier-Brzeska trat sie sogar für mehrere Szenen nackt vor die Kamera. Auch in dem beinahe pornografischen Historienfilm “Caligula” (1979) wirkte sie mit. Mirren nannte ihn eine “unwiderstehliche Mischung aus Kunst und Genitalien” und verglich die Dreharbeiten mit einem Nudisten-Camp. Mit Nacktheit hat sie kein Problem – im Gegenteil. “Ich bin von Herzen Nudistin”, gestand sie vor einigen Jahren der “Radio Times”, “ich bin gern an Stränden, wo alle nackt sind.” Der Durchbruch als Filmschauspielerin gelang Mirren 1980 mit dem Gangsterfilm “The Long Good Friday” (“Rififi am Karfreitag”) – heute ein Klassiker des Genres. Sie hatte die Macher zuvor nach eigener Aussage überzeugt, ihre Rolle als Gangsterbraut Victoria auszubauen. 2006 kam dann ihr größter Erfolg: als britische Königin Elizabeth II. in dem Drama “The Queen”. Dafür bekam sie den Oscar als Beste Hauptdarstellerin, den Golden Globe, den BAFTA-Award und zahlreiche andere Preise. In ihrer Oscar-Rede lobte sie den Mut und die Beständigkeit der Queen. “Und ich danke ihr, denn ohne sie wäre ich mit ziemlicher Sicherheit nicht hier.” Einige Jahre zuvor hatte sie Queen Elizabeth II. schon am Theater dargestellt. Außerdem spielte sie in der Miniserie “Elizabeth I.” die Titelheldin, die im 16. Jahrhundert regierte. All das, obwohl sie in einem antimonarchistischen Haus groß wurde. “Ich weiß nicht, was meine Eltern davon gehalten hätten, dass ich die Königin spiele”, scherzte Mirren vor der Oscar-Verleihung in einem TV-Interview. Die Filmdatenbank “Imdb” listet rund 130 Rollen in unterschiedlichen Genres für Helen Mirren – biografische und Historienfilme, künstlerisch anspruchsvolle Produktionen, Krimis und Komödien. Auch vor typischem Popcorn-Kino schreckt die Britin nicht zurück. In der Comic-Komödie “R.E.D.: Älter. Härter. Besser.” (2010) überzeugte sie als coole Agentin. In Luc Bessons Actionthriller “Anna” (2019) gab sie eine eiskalte russische Geheimdienst-Ausbilderin. Sogar in der etwas trashigen “The Fast and the Furious”-Reihe mit den muskelbepackten Actionstars Dwayne “The Rock” Johnson und Vin Diesel gehört sie zur wiederkehrenden Besetzung. Mit amüsanter Ironie spielt sie die prollige Mutter eines Ex-Soldaten. Auch in “Fast & Furious 9” wird die 75-Jährige wieder mitwirken. Ihr Name im Film: Queenie. Seit 1997 ist Mirren mit dem US-Regisseur Taylor Hackford verheiratet, den sie 1985 beim Dreh zu “White Nights” – sie spielte in dem Drama eine russische Ballerina – kennengelernt hatte. Kinder hat sie nicht. Die Angst vorm Scheitern ist für Helen Mirren inzwischen übrigens eher ein Ansporn als ein Hindernis. Denn eins habe sie als Schauspielerin mit den Jahren festgestellt. “Die Dinge, die dir wirklich Angst machen, sind die Dinge, die du machen solltest. Denn es bedeutet, dass sie anspruchsvoll sind und dir eine Menge abverlangen. Aber sie machen auch Spaß. Wenn man die Angst einmal überwunden hat, dann wird es großartig.”

Britische Oscar-Preisträgerin Helen Mirren wird 75

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Junger Besuch im Parlament: Hausführung mit Petra Wimmer

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Die kurz vor der Nationalratswahl beschlossene Wiedereinführung der abschlagsfreien Frühpension hat, wie von Kritikern befürchtet, zu einem massiven Anstieg der Pensionsantritte geführt. Wurden im ersten Halbjahr 2019 von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) insgesamt 55.634 Pensionen zuerkannt, waren es heuer zwischen Anfang Jänner und Ende Juni 61.637, berichten die “Salzburger Nachrichten”. Bei sämtlichen Pensionstypen – von der “echten” Alterspension (Männer 65/Frauen 60) über die Korridorpension bis zur Invaliditätspension – gab es Zuwächse, den mit Abstand größten erwartungsgemäß bei der umgangssprachlich Hacklerregelung genannten Langzeitversichertenpension. Hier schnellten die Zuerkennungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um mehr als 54 Prozent auf 7.320 Neuantritte in die Höhe. Das heißt zugleich, dass es sich bei fast zwölf Prozent aller neu zuerkannten Pensionen um Hacklerpensionen handelte (Anteil im ersten Halbjahr 2019: 8,5 Prozent), heißt es in dem “SN”-Bericht vom Samstag. Wer 2019 eine Hacklerpension antrat, musste noch lebenslange Abschläge hinnehmen. Mit 1. Jänner 2020 wurden diese für neue Pensionen abgeschafft. Für jene, die das Glück einer etwas späteren Geburt hatten und erst heuer die Kriterien für die Hacklerpension erreichten, bedeutet das deutlich höhere Pensionsbezüge. Nach Angaben der PVA sind die abschlagsfrei zuerkannten Hacklerpensionen im Schnitt um 305 Euro brutto monatlich höher als jene, die im vergangenen Jahr zuerkannt wurden. Da sich das im Lauf der Jahre für den Einzelnen auf einen nennenswerten Betrag summiert – bei einem angenommenen 20-jährigen Pensionsbezug auf mehr als 85.000 Euro -, haben 800 Personen, die im Oktober, November oder Dezember in Hacklerpension hätten gehen können, ihren Pensionsantritt auf heuer verschoben. Für die Pensionsversicherungsanstalt ist die Neuregelung Monat für Monat mit steigenden Mehrkosten verbunden. Für Juni werden sie mit knapp zwei Millionen Euro beziffert, für Juli mit 2,3 Millionen. Dabei ist die Hacklerpension de facto nur für Männer erreichbar – und in den seltensten Fällen für jene, die landläufig mit dem Begriff Hackler gemeint sind: Arbeiter kommen kaum auf die vorgeschriebenen 45 Beitragsjahre, da Ersatzzeiten wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht anerkannt werden. Und für Frauen ergibt sich der Ausschluss von der Hacklerregelung dadurch, dass als Mindestalter 62 gilt. Das Frauenpensionsalter liegt derzeit noch bei 60 Jahren.

Deutlicher Anstieg an Pensionsantritten 2020