24 Fälle in Wels - Aus für Asylwerber in Wels

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Das Tennisturnier in Zadar, Teil der umstrittener Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic entwickelt sich nach mehreren positiven Coronatests in Kroatien zu einem immer größeren Skandal. Der kroatische Premier Andrej Plenkovic, der am Wochenende an dem Turnier teilnahm, unterzog sich einem Covid-Test, Medien kritisieren schwere Versäumnisse. Plenkovic, der am Montag negativ auf das Coronavirus getestet wurde, geriet unter Druck, nachdem er am Samstag auf vollen Tribünen ein Tennisspiel mitverfolgte und sich auch kurz mit Djokovic traf. Nach Angaben von kroatischen Epidemiologen bestand bei dem Regierungschef allerdings keine Gefahr für eine Infektion, da er auch nicht mit den später positiv getesteten Spieler zusammenkam. Trotzdem habe er sich dem Test habe er sich aus präventiven Gründen unterzogen, erklärte sein Sprecher. Freilich ist mittlerweile auch Djokovic positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Turnier in Zadar sei eine Werbung für Zadar und Kroatien, sagte Plenkovic im Vorfeld des Events. Das Adrialand bemüht sich, mit dem Image eines epidemiologisch sicheres Land möglichst viele Touristen anzuziehen. Die Ereignisse in Zadar sorgen nun für negative Schlagzeilen. Sloweniens Gesundheitsminister Tomaz Gantar brachte am Montagabend sogar eine Grenzschließung zum Nachbarland ins Spiel. Die Medien berichten über schwere Versäumnisse, die Corona-Schutzmaßnahmen sollen weitgehend ignoriert worden sein: die Tribünen waren teilweise überfüllt, zwischen den Zuschauern gab es keine genügende Distanz, es soll auch keine Desinfektionsmittel gegeben haben. Dazu fanden mehrere begleitende Veranstaltungen statt, bei denen die Tennisprofis in Kontakt mit zahlreichen Zuschauern, Sportlern, Politikern und auch Kindern kamen. Die Epidemiologen haben nun die Hände voll, um zu untersuchen, wer mit den infizierten Tennisspielern in engem Kontakt war. Bisher wurden knapp 100 Menschen in die Selbstisolierung geschickt, darunter auch der Bürgermeister von Zadar, Branko Dukic, und Präfekt der Gespanschaft Zadar, Bozidar Longin. Über 600 besorgte Bürger traten inzwischen mit dem epidemiologischen Dienst in Kontakt. Die Verantwortung für das Fiasko in Zadar, das sich zu einem Coronaherd entwickeln könnte, übernimmt niemand. Aus dem für die Corona-Maßnahmen zuständigen Zivilschutzstab hieß es, dass die Organisation dem kroatischen Tennisverband überlassen worden sei, dass es aber klare Anweisungen für derartige Events gab. Der Tennisverband behauptet hingegen, die Regeln eingehalten zu haben. Unterdessen betonte der kroatische Gesundheitsminister Vili Beros, dass die Ereignisse in Zadar “eine große Warnung” seien. “Diese Situation ist nicht unerwartet”, sagte er laut Medien und lobte die rasche Reaktion der Epidemiologen. “Das, was passiert ist, ist die Normalität der neuen Normalität. Unserer Gesundheitssystem ist vorbereitet”, betonte er weiter. In Zadar wurden infolge des Ausbruchs die Krankenhäuser und Seniorenheime für Besucher gesperrt.

Tennisturnier in Zadar wird zu Politskandal

Ermittler haben am Mittwoch versucht die Ursache für den Großbrand auf einem Bauernhof in Offenhausen (Bezirk Wels-Land) zu klären. der Brand dürfte bei der Stalllüftungsanlage ausgebrochen sein.

Brand dürfte bei Stalllüftungsanlage ausgebrochen sein - 1,2 Millionen Euro Schaden

Österreichs NBA-Legionär Jakob Pöltl sitzt wieder in seiner Wohnung. Die Coronavirus-Fallzahlen in einigen Teilen der USA sind zuletzt dramatisch angestiegen, auch in Texas gelten erneut deutlich strengere Maßnahmen. Für Pöltl kommt das ob des Verhaltens der Bevölkerung wenig überraschend. “Mit ein bisschen Hausverstand war das absehbar”, sagte der Wiener im Gespräch mit der APA. Die Basketball-Profiliga soll dennoch am 30. Juli in Orlando ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Pöltl und seine San Antonio Spurs reisen am 9. Juli nach Florida. Das ursprünglich schon davor geplante Mannschaftstraining wird wegen der verschärften Corona-Situation erst vor Ort möglich sein. Die 22 teilnehmenden Teams sind in Disney World in einer eigenen Quarantäne-Blase isoliert. Pöltl wähnt sich bei Micky und Donald besser aufgehoben als zu Hause in San Antonio. Im Bexar County wurden am Montag mehr als 10.000 Corona-Fälle registriert, darunter die Rekordzahl von 7.000 aktiven Erkrankungen. “Die Leute in Texas dürften das Ganze nicht zu ernst nehmen”, meinte Pöltl. “Es wird ein bisschen mühsam. Es hat nicht so gewirkt, als wäre den Leuten bewusst, dass wir mitten in einer weltweiten Krise sind.” Von den ohnehin nur einigermaßen strengen Regeln hatte man im Frühling bereits nach wenigen Wochen Abstand genommen. “Am ersten Tag danach war es überall bummvoll”, schilderte Pöltl. “Die Leute sind mehr oder weniger aufeinandergepickt, haben sich verhalten, als wäre nie etwas passiert.” Der 24-Jährige sieht nicht nur die lokale Kultur, sondern auch die US-Politik dafür verantwortlich. “Wenn man sich hohe Politiker ansieht und da interessiert sich keiner, dann werden sich viele Leute denken: Warum soll ich es ernst nehmen?” Mittlerweile seien Alarmierungs-Nachrichten an die Bevölkerung gegangen, dass sie zu Hause bleiben sollen, weil die Krankenhausbetten knapp werden. “Hoffentlich hat das jetzt wieder ein bisschen eine kräftigere Wirkung.” Pöltl selbst wird bereits jeden zweiten Tag einer Kontrolle unterzogen, knapp zehn Corona-Tests hat er bereits hinter sich. Die eigenen vier Wände verlässt der 2,13-Meter-Mann nur für Individualtraining. Jedem Profi ist ein Coach zugewiesen, der während der Einheiten Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe tragen muss. Das verwendete Halbfeld und der Korb werden nach jedem Akteur desinfiziert. “Es ist alles sehr vorsichtig, kontaktfrei.” In einem Monat soll aber der Vollkontaktsport Basketball betrieben werden. Dabei wurden vergangene Woche 16 NBA-Spieler positiv getestet. Auch in Florida sind die Fallzahlen zuletzt stark angestiegen. Einige Profis haben bereits angekündigt, der Fortsetzung der seit 11. März unterbrochenen Saison fernzubleiben. “Uns wurde oft erklärt, dass unsere Sicherheit im Vordergrund steht”, sagte Pöltl. “Hoffentlich bekommen wir es hin, dass es Sinn macht, weiterzuspielen.” Eine Komplettabsage hätte die NBA finanziell stark getroffen – und damit in weiterer Folge auch negative Auswirkungen auf die Spieler gehabt. Liga und Spielergewerkschaft bewerten die Situation laufend neu. Selbst eine Verschiebung des Neustart oder eine Absage seien laut Pöltl nicht gänzlich ausgeschlossen. “Im Moment sind wir aber immer noch auf Plan.” Nicht zu kurz kommen soll beim Neustart auch das Thema soziale Gerechtigkeit. Rund drei Viertel aller NBA-Spieler haben afroamerikanischen Hintergrund. Pöltl kann sich gut vorstellen, statt seines Namens einen Schriftzug wie “Black Lives Matter” auf dem Trikot zu präsentieren. Das Thema dürfe nicht wieder verschwinden. “Das Wichtigste ist, dass es relevant bleibt”, betonte Pöltl. Der Druck auf die US-Regierung müsse weiterhin bestehen.

Verschärfte Corona-Situation für Pöltl vor NBA-Neustart

Aktivisten der Fridays For Future-Bewegung haben am Freitag vor der Zentrale der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Wien eine Klimaklagemauer errichtet. Sie forderten ein klares Bekenntnis zum Pariser 1,5-Grad-Ziel und den Einsatz für einen sozial-ökologischen Umbau der österreichischen Wirtschaft, hieß es in einer Aussendung. “Statt die bedingungslose Sicherung des sogenannten ‘Wirtschaftsstandorts’ und Lohndumping in der Flugbranche einzufordern, solle sich die WKO für sozial-ökologische Bedingungen bei den Konjunkturpaketen stark machen und so den Weg für eine klimagerechte Gesellschaft ebnen”, forderte die Bewegung. Klimaschutz und Wirtschaft dürften nicht länger gegeneinander ausgespielt, sondern “stattdessen klimafreundliche und nachhaltige Jobs geschaffen werden”.

Fridays For Future errichteten vor WKO Klimaklagemauer

Zwei Verletzte hat Samstagnachmittag ein Verkehrsunfall auf der Eberstalzeller Straße bei Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) gefordert.

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall in Steinerkirchen an der Traun

Am Freitag endet zunächst in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ein bisher einzigartiges Schuljahr. Aufgrund der Corona-Pandemie schlossen die Schulen im März für mindestens neun Wochen. Selbst Volksschüler wissen jetzt zumindest ansatzweise, was Home Schooling und Distance Learning heißt und wie ein Schichtbetrieb funktioniert. Das kommende Schuljahr soll wieder normal starten. Etwas ungewöhnlich, wenn auch für die Schüler nicht merkbar, hatte das Schuljahr bereits begonnen: Mit Iris Rauskala stand vorübergehend eine Übergangs-Ressortchefin an der Spitze des Bildungsministeriums, erst Anfang Jänner kehrte mit Heinz Faßmann (ÖVP) wieder ein Mitglied einer Koalitionsregierung als Bildungsminister zurück. Bereits Ende Februar wurde dann der erste Corona-Fall an einer Schule bekannt. Am 10. März wurden zunächst Ausflüge, Reisen und Schulveranstaltungen bis auf Weiteres ausgesetzt, am 16. März schlossen bis auf einen Notbetreuungsbetrieb de facto alle Schulen. Auf dem Tagesplan stand dann Homeschooling – bzw. sollte es zumindest stehen. In der Theorie sollten bis Ostern zunächst bereits durchgenommene Lerninhalte vertieft, nach Ostern dann auch neuer Stoff erarbeitet werden. Die Leistungen daraus flossen in die Mitarbeitsnote ein. Die Wahl der Mittel unterschied sich dann aber und reichte von Funkstille über kopierte Zettel bis zur Nutzung diverser Lernplattformen, Videokonferenzen etc. Wie das funktioniert hat, darüber gibt es mittlerweile zahlreiche Studien und mindestens ebenso zahlreiche unterschiedliche Meinungen von Eltern, Schülern und Lehrern. Hauptkritikpunkte: Die unterschiedliche Erreichbarkeit der Lehrer, die Vielzahl an genutzten Lernplattformen auch an einer einzigen Schule sowie die unterschiedlich umfangreichen Arbeitsaufträge an die Schüler. Darüber hinaus zeigte sich, dass Schüler für ihre Lehrer teils nicht erreichbar waren. Im Bildungsministerium geht man von rund sieben Prozent der Schüler aus, an Brennpunktschulen dürfte der Anteil wesentlich höher gelegen haben. Als Reaktion verteilten sowohl Bund als auch Länder wie Organisationen Leih-Laptops. Die Schulen öffneten dann wieder Anfang Mai: Die Abschlussklassen kehrten am 4. Mai für die Vorbereitung auf die Matura bzw. den Schulabschluss zurück. Für die Schüler an Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen startete der Präsenzunterricht am 18. Mai und für die restlichen Schüler am 3. Juni. Auch dann galten aber Hygienevorgaben wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abseits vom eigenen Platz (bis Ende Mai) sowie (außer in den Abschlussklassen) ein Schichtbetrieb, für den die Klassen in zwei Teile geteilt wurden, die sich in unterschiedlichen Intervallen mit dem Unterricht abwechseln. Schularbeiten fanden keine mehr statt, auch andere schriftliche Leistungsüberprüfungen nur mehr in Ausnahmefällen. Das Sonderjahr schlug sich auch in Sonderregeln nieder: Die schriftliche Matura wurde zunächst um drei Wochen verschoben und fand dann in höchstens drei Fächern statt. Die Schüler erhielten (wegen Vorgaben zum Lüften der Räume) eine Stunde zusätzlich Zeit, außerdem setzte sich die Maturanote erstmals zu je 50 Prozent aus der Prüfungsnote und der Note der Abschlussklasse zusammen. Die mündliche Matura war nur freiwillig zu absolvieren – wer nicht antrat, erhielt die Note aus dem Jahreszeugnis der letzten Klasse als Maturanote. Diese Regelung gilt auch noch für den Matura-Nebentermin im Herbst. Ebenfalls als Reaktion auf die langen Schließungen gibt es heuer eine andere Regelung für das Sitzenbleiben: Mit nur einem Fünfer im Zeugnis dürfen Schüler jedenfalls in die nächste Klasse aufsteigen. Auch bei zwei oder mehr Nicht Genügend ist der Aufstieg ohne Wiederholungsprüfung dann möglich, wenn sich die Lehrerkonferenz dafür ausspricht. Das kommende Schuljahr soll nach den derzeitigen Plänen wieder ganz normal starten, also ohne Sonderregelungen oder Schichtbetrieb. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zuletzt mehrfach angekündigt. Auf lokale Infektionsfälle soll (wie schon jetzt) mit einer Quarantäne für die betroffene Klasse reagiert werden, bei mehreren betroffenen Klassen eventuell für die ganze Schule. Vom laufenden Schuljahr vermutlich bleiben wird künftig die Einbeziehung des Jahreszeugnisses in die Maturanote. Und die heuer erstmals stattfindende Sommerschule in den beiden letzten Ferienwochen soll auch in den kommenden Jahren auf dem Stundenplan stehen.

Bisher einzigartiges Schuljahr endet am Freitag