Corona-Ampel in Oberösterreich im gesamten Bundesland auf Rot

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Corona-Ampel in Oberösterreich im gesamten Bundesland auf Rot

Österreich. Die Corona-Ampel wurde am Donnerstagabend für ganz Oberösterreich auf Rot – also auf sehr hohes Risiko im gesamten Bundesland – geschaltet. Österreichweit gibt es nur mehr vereinzelt orange oder gelbe Regionen.

Das Land Oberösterreich meldete am Abend allein innerhalb der letzten 24 Stunden 1.168 Neuinfektionen, österreichweit sind es 4.305 neue Covid-19-Fälle in knapp 24 Stunden.
Die Fallhäufung an der Landwirtschaftlichen Fachschule und Berufsschule Waizenkirchen stieg am Donnerstag auf gesamt 45 Personen (39 SchülerInnen / fünf LehrerInnen / eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter). Eine weitere Fallhäufung gibt es am Bundesrealgymnasium Michaelerplatz Steyr mit 45 SchülerInnen und drei LehrerInnen. Bei einem Urlaubsresort im Bezirk Vöcklabruck stieg die Fallhäufung am Donnerstag auf 25 Gäste und 15 MitarbeiterInnen an.

Am Samstag will die Bundesregierung neue, verschärfte Schritte gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich bekanntgeben.

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Wenn ein solcher Nachweis nicht erbracht werden kann, müssten die Reiserückkehrer innerhalb von 48 Stunden einen Test veranlassen, teilte Anschober weiters mit. Bis das Testergebnis vorliege, müssten sie in Quarantäne bleiben. “Damit ist Kroatien gleich eingestuft wie andere Länder des Balkans – Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien.” Kroatien hatte am gestrigen Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich innerhalb von 24 Stunden mit dem SARS-CoV-2-Virus. In Kärnten wiesen 16 der insgesamt 22 Personen, die am Donnerstag positiv getestet worden waren, einen direkten Kroatien-Bezug auf. Auch in Tirol wurden in den vergangenen Tagen zumindest 20 positive Coronavirus-Testungen verzeichnet, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit einem Kroatien-Aufenthalt stehen, wie das Land mitteilte. Laut der Johns Hopkins Universität wurden in Kroatien bisher 6.050 positive Corona-Fälle gezählt, 161 Personen sind demnach mit oder an dem Virus gestorben. Aufgrund der steigenden Zahlen in den Balkanländern werden seit Donnerstag auch an der Brennergrenze gesundheitspolizeiliche Kontrollen durchgeführt. Balkan-Rückkehrer könnten großräumig über den Brenner ausweichen, um Kontrollen an den Grenzübergängen in der Steiermark, Kärnten oder dem Burgenland zu umgehen, so die Begründung der Kontrollen. Weltweit gilt für Österreicher weiterhin zumindest der Reisehinweis der Stufe 4 (“Hohes Sicherheitsrisiko”), generell wird also von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten. Reisewarnungen gibt es seitens des österreichischen Außenministeriums derzeit (ohne Kroatien) für 31 Länder, darunter Bulgarien, Rumänien, Portugal und Schweden sowie die chinesische Provinz Hubei und seit Montag dieser Woche für das spanische Festland. OÖ-Landeshauptmann Thomas Stelzer begrüßte die Reisewarnung für Kroatien: “122 Neuinfektionen gibt es in Oberösterreich in den vergangen vier Tagen insgesamt. Alleine 40 Infektionen davon lassen sich in Oberösterreich auf die kroatische Urlaubsregion Makarska zurückführen. Daher danke ich der Bundesregierung für die rasche Reaktion, eine Reisewarnung zu verhängen!” Kritik kam von der FPÖ: “Die Reisewarnung für Kroatien ist angesichts der geringen Coronazahlen in den besonders von Touristen besuchten Gebieten übertrieben”, waren sich der freiheitliche Europaparlamentarier, Roman Haider, und der außenpolitische Sprecher des FPÖ-Nationalratsklubs, Axel Kassegger, einig. So gebe es beispielsweise in der bei Österreichern besonders beliebten Region Istrien nur elf aktuelle Coronafälle, in der ganzen Küstenregion nicht ganz 200 Erkrankte. “Natürlich ist es wichtig, die Situation im Auge zu behalten. Die aktuellen Daten sprechen aber klar gegen eine Reisewarnung”, erklärte Haider. Zudem sei nicht gesichert, ob Einreisende mit einer Coronaerkrankung sich wirklich in Kroatien infiziert hätten. Einreisende aus anderen Balkanstaaten könnten Kroatien als Reiseland angeben, um so die Quarantänebestimmungen für andere Staaten zu vermeiden. 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