Starke Stimme!

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Starke Stimme – auch im Alter

Die Stimme gilt als besonderes Phänomen. Genau wie Haar- und Augenfarbe, Größe und Charakter macht sie einen Menschen einzigartig. Wie alle Bereiche in unserem Körper unterliegt auch die Stimme dem physiologischen Alterungsprozess. Wenn der Stimmklang gestört ist und die Leistungsfähigkeit der Stimme nachlässt, steckt meist keine krankhafte Veränderung dahinter. Oft liegt es daran, dass die Stimme mit den Jahren nicht mehr ausreichend genutzt wird. Deshalb raten Experten: Sprechen Sie, vermeiden Sie es zu schweigen, singen Sie am besten viel! Denn der Stimmapparat im Allgemeinen und im Speziellen der Kehlkopf als Muskelapparat sind gut trainierbar.

Ausdauer, Regenerationsfähigkeit, Elastizität und Spannkraft vieler Gewebe lassen im Alter nach. „Hauptursachen für Heiserkeit und brüchige Stimme sind die Abnahme von Lungenvolumen und Muskelkraft sowie eine Verknöcherung der Kehlkopfknorpel“, erklärt Georg Fleischhacker, HNO-Spezialist und Leiter der Stimmambulanz am Klinikum Wels-Grieskirchen. „Bei Frauen wirkt sich auch die große hormonelle Umstellung in der Menopause aus.“

Nach einer starken stimmlichen Belastung benötigt die Stimme längere Erholungszeiten als früher. Ausdauerndes und kräftiges Sprechen ist nicht mehr so leicht möglich. „So kann es passieren, dass die Stimme schneller ermüdet, bei Belastung wegbricht, belegt oder sogar schrill klingt“, so der Experte. Selten liegen krankhafte Veränderungen der stimmgebenden Organe vor, bei hartnäckigen Beschwerden ist auf jeden Fall eine Kontrolle beim Facharzt zur Abklärung ratsam.

Auch im Alter eine starke Stimme bewahren

Nicht nur der Körper, sondern auch die Stimme will trainiert werden. Denn: „Für die Stimmgebung sind der Muskelapparat des Kehlkopfs sowie die Luft der Lunge ausschlaggebend. Mehr als 100 Muskeln sind insgesamt am Sprech- und Singvorgang beteiligt“, erklärt der HNO-Arzt. Die Stimmlippen geraten durch den Anblasedruck der Lunge in Schwingung, dadurch entsteht die Grundfrequenz. Diese wird durch die Artikulationsorgane Lippen und Zunge zu Vokalen und Konsonanten umgeformt. Spielen alle beteiligten Muskeln reibungslos zusammen, ertönt eine kräftige Stimme. „Das beste Stimmtraining ist, regelmäßig zu sprechen und zu singen“, rät Fleischhacker. Bereits einfache Stimmübungen, regelmäßig ausgeführt, verhelfen zu besserer Resonanz und Durchhaltekraft. Gut für die Stimme, zum Beispiel vor dem Singen, sind auch Thymian und Hyaluronsäure in Pastillenform.

Veranstaltungstipp:

Wie man Gehör und Stimme am besten gesund hält, darüber informieren die HNO-Experten beim Klinikum Wissensforum Fokus: HNO am 21. November ab 18 Uhr in Wels. Weitere Themen der Veranstaltung sind neben altersbezogenen Stimmveränderungen auch innovative Hörlösungen, Diagnostik und Therapie von Obstruktiver Schlafapnoe sowie Hörsturz.

Eintritt frei!
Mehr Infos unter www.klinikum-wegr.at

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