Streit um Regenbogen-Zebrastreifen
Merken
Wels wird bunter – ein Regenbogen-Schutzweg strahlt seit wenigen Tagen vor dem Ledererturm. Und das – obwohl sich der Gemeinderat noch knapp dagegen ausgesprochen hat. In Auftrag gegeben wurde das Projekt vom Welser Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert (SPÖ).
Kritik an der Umsetzung kommt jetzt wenig überraschend von der FPÖ. „Wenn Beschlüsse oder Entscheidungen des Gemeinderates als oberstes Organ der Stadt Wels nicht umgesetzt oder eingehalten werden, stellt dies das gesamte demokratiepolitische Gefüge der Stadt in Frage. Auch wenn Anträge oder Beschlüsse nur knapp abgelehnt werden, sind diese Entscheidungen gültig und anzuerkennen. Diese durch Weisungen des Referenten zu umgehen, ist aus unserer Sicht mehr als bedenklich!“, so FP-Stadtrat Ralph Schäfer.
„Wir setzen mit dem Regenbogenschutzweg als Stadt ein Zeichen für Respekt, Offenheit und Vielfalt. Mir geht es nicht mehr nur um Toleranz, sondern um gelebte Akzeptanz aller Lebensmodelle und Lebensrealitäten. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist aber auch, dass die Aufmerksamkeit aller VerkehrsteilnehmerInnen für den Schutzweg und damit die Sicherheit für die Fußgängerinnen und Fußgänger erhöht wird. Das ist gerade in der Zeit, wo die Schule wieder beginnt, enorm wichtig!“, rechtfertigt SP-Stadtrat Stefan Ganzert das Vorgehen.
Foto (c) SPÖ Wels
Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.