Tag gegen Armut: Soziales Wohnservice Wels ermöglicht betroffenen Menschen Chancen

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Tag gegen Armut: Soziales Wohnservice Wels ermöglicht betroffenen Menschen Chancen

Der „Internationale Tag für die Beseitigung der Armut” am 17. Oktober stellt Tabuthemen wie Armut, Not und Obdachlosigkeit in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Verschiedene Organisationen und Sozialeinrichtungen wie das Soziale Wohnservice Wels setzen dazu klare Statements und stehen vor allem der nahenden Umsetzung des ursprünglichen Regierungsbeschlusses „Sozialhilfe Neu“ äußerst kritisch gegenüber.

„Die bisherige Mindestsicherung sollte Existenzen sichern und die Chance ermöglichen langfristig wieder auf die Beine zu kommen. Die ‚Sozialhilfe Neu’, die noch von der vergangenen Bundesregierung beschlossen wurde, treibt mehr Menschen in die Armut, verfestigt diese und nimmt insbesondere Kindern die Zukunftschancen“, schlägt Petra Wimmer, die Vorstandsvorsitzende des SWS Wels, Alarm. Bisher galt der Grundsatz, mit der Mindestsicherung ein Mindestmaß an sozialer Absicherung zu gewährleisten und damit ein langfristiges Abdriften in die Armut zu verhindern. Mit der Einführung von der „Sozialhilfe Neu“, die drastische Kürzungen vorsieht, passiere allerdings eine Abkehr vom Ziel der Armutsbekämpfung, ist Wimmer überzeugt: „Rund 70.000 Kinder sind von den Kürzungen besonders hart betroffen, wenn man bedenkt, dass ab dem dritten Kind die monatliche Leistung nur 44 Euro beträgt. Die Einführung eines „Arbeitsmarktqualifizierungsbonus“ sieht vor, dass Sozialhilfebezieherinnen rund 300 Euro abgezogen werden, solange keine Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt gegeben ist. Offen bleibt bei dieser Regelung wie die Betroffenen die Kosten für das tägliche Leben decken sollen.“

Das Soziale Wohnservice Wels ist als Einrichtung zur Beratung und Betreuung von wohnungslosen Menschen tagtäglich mit dem Thema Armut und damit einhergehendem Leid konfrontiert. Darum macht sich die Arbeitsgemeinschaft um Geschäftsführerin Bettina Reichhold für die effektive Bekämpfung von Armut stark und ermöglicht Betroffenen mit ihren Angeboten neue Chancen für besseres Leben. „Das Soziale Wohnservice Wels betreut jedes Jahr ca. 1000 Menschen, die tatsächlich von Armut betroffen sind. Die Preise von Mietwohnungen sind seit 2012 um 14 % gestiegen. Daher verwundert es nicht, dass für viele Menschen die Kosten und Aufwände für Wohnen nur schwer zu bewältigen sind. Die größte Herausforderung, Mittel für Kautionen aufzustellen, ist meist eine unüberwindbare Hürde. Nun soll mit dem neuen Gesetz die Möglichkeit auf einmalige Hilfen in besonderen sozialen Notlagen fallen. Ein Anstieg der Wohnungslosigkeit ist vorprogrammiert und der Weg in die Obdachlosigkeit gebahnt“, so Reichhold.

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Kommentare:
  1. Elke Mascherbauer sagt:

    Heute gibt es Fisch +Kartoffeln + Salat 🥗 lecker 😋

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