Wahlsieger ÖVP in 426 Gemeinden stärkste Partei

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Wahlsieger ÖVP in 426 Gemeinden stärkste Partei

Das gute Abschneiden der ÖVP bei der Landtagswahl in Oberösterreich am Sonntag spiegelt sich auch in den Gemeinde-Ergebnissen wider. In 426 der 438 Gemeinden war die Volkspartei stärkste Partei, in 263 konnte sie Stimmen dazugewinnen. Der große Wahlverlierer FPÖ hingegen musste in allen 438 Gemeinden ein Minus hinnehmen. Die drittplatzierte SPÖ war in nur neun Gemeinden stärkste Partei, die Grünen schafften es wie auch die NEOS in keiner Gemeinde auf den ersten Platz.

Die ÖVP, die bei der Landtagswahl mit 37,61 Prozent (+1,24 Prozentpunkte) klar auf Platz eins kam, konnte in drei Gemeinden mehr als 60 Prozent der Stimmen lukrieren: In Kaltenberg verzeichnete die Volkspartei trotz eines Minus von 5,09 Prozentpunkten ihr Top-Ergebnis von 62,87 Prozent. Auch in Vichtenstein (61,5 Prozent, +17,96), wo die ÖVP ihr größtes Plus erzielte, knackten die Schwarzen die 60-Prozent-Marke – ebenso in Sankt Georgen bei Obernberg am Inn (61,02 Prozent; +13,28) . Mehr als 50 Prozent erreichte die Landes-ÖVP in sechsundvierzig Gemeinden, in 266 kam sie auf über 40 Prozent. Verluste setzte es in 175 Gemeinden. Am schwächsten fiel das schwarze Ergebnis in Sankt Pankraz mit 23,87 Prozent (-0,71 Punkte) aus. Das größte Minus fuhr die Landeshauptmann-Partei in Sankt Radegund ein, wo man 10,83 Prozentpunkte verlor (Ergebnis: 55,56 Prozent).

Die FPÖ, die landesweit ein Minus von 10,59 Prozentpunkten hinnehmen musste (Ergebnis: 19,77 Prozent), konnte in keiner einzigen Gemeinde zulegen. In 226 Gemeinden betrug der Verlust mehr als zehn Prozentpunkte, in vier Gemeinden büßte sie mehr als 20 Prozentpunkte ein. Am schwächsten performte die FPÖ in Obertraun mit nur 7,14 Prozent (-9,28). Den größten Verlust fuhr sie in Mayrhof ein, wo das Minus 21,48 Prozentpunkte betrug (Ergebnis: 21,6 Prozent). In nur drei Gemeinden war die FPÖ stimmenstärkste Partei. Den meisten Zuspruch erfuhren die Blauen in ihrer Hochburg Sankt Georgen am Fillmannsbach mit 42,16 Prozent, wobei sie auch hier ein sattes Minus von 14,47 Prozentpunkten hinnehmen mussten.

Die SPÖ, die bei der Wahl stagnierte (+0,21 Punkte auf 18,58 Prozent), verzeichnete in 217 Gemeinden ein Plus, in 221 ein Minus. In nur neun der Gemeinden kam sie auf Platz eins. Stimmenstärkste rote Gemeinde war Obertraun mit 46,19 Prozent (+5,77). Den größten
Stimmenzuwachs erzielte die SPÖ in Windischgarsten mit 6,46 Prozentpunkten (auf 25,66 Prozent). Weniger als fünf Prozent gab es für die Sozialdemokratie in neun Gemeinden. Am schwächsten performte die SPÖ in Sankt Radegund mit nur 2,63 Prozent (plus 0,17 Punkte).
Den größten Verlust fuhr sie in Enzenkirchen ein, wo das Minus 7,96 Prozentpunkte betrug (auf 13,34 Prozent).

Die Grünen, die landesweit 1,99 Prozentpunkte zulegten und auf ein Ergebnis von 12,31 Prozent kamen, verzeichneten in 355 Gemeinden
Stimmenzuwächse. Allerdings schafften sie es nirgends auf den ersten Platz. Stimmenstärkste Gemeinde war Ottensheim mit 27,04 Prozent
(+4,18). Den größten Stimmenzuwachs erzielten die Grünen in Attersee am Attersee mit 8,58 Prozentpunkten, sie kamen dort auf 21,01
Prozent. In fünf Gemeinden erreichten sie mehr als 20 Prozent. Verluste setzte es in 82 Gemeinden. Am schwächsten schnitt die Öko-Partei in Sankt Georgen am Fillmannsbach mit nur 2,94 Prozent ab (-1,72 Punkte). Den größten Verlust fuhr sie in Aichkirchen ein, wo
das Minus 3,13 Prozentpunkte betrug (auf 4,86 Prozent).

Die Liste der Impfskeptiker Mit freundlichen Grüßen (“Menschen-Freiheit-Grundrechte”), die bei ihrem erstmaligen Antreten gleich 6,23 Prozent erzielte, konnte in drei Gemeinden sogar mehr als 15 Prozent der Stimmen holen. Den größten Zuspruch gab es in Maria Neustift mit 19,43 Prozent, gefolgt von Laussa mit 15,87 Prozent und Auberg mit 15,33 Prozent. In neunundzwanzig Gemeinden kam die Liste auf mehr als zehn Prozent.

Die NEOS, die mit 4,24 Prozent erstmals in den Landtag einzogen, konnten in 309 Gemeinden zulegen. Stimmenstärkste Gemeinde war
Hirschbach im Mühlkreis mit 10,99 Prozent – dort verzeichneten die Pinken mit 9,15 Prozentpunkten auch ihr größtes Plus. In 129
Gemeinden verloren die NEOS Stimmen. Das schwächste Ergebnis musste die Partei in Lichtenau im Mühlkreis mit nur 0,57 Prozent (minus
2,05 Punkte) hinnehmen. Den größten Verlust fuhr sie in Windhaag bei Perg ein: Ein Minus von 5,02 Prozentpunkten brachte ein Ergebnis von
3,84 Prozent.

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